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Zwei Länder - keine Grenze

09.02.2005


Deutsch-französische Kooperation im Schienengüterverkehr geht in die zweite Entwicklungsstufe: Railion und SNCF Fret fahren künftig auf allen Grenzübergängen zwischen Deutschland und Frankreich Güterzüge interoperabel und sparen auf diesen Verbindungen bis zu zwei Stunden

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Louis Gallois, Präsident der SNCF, und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der DB AG, starteten heute im Rangierbahnhof Köln die zweite Stufe im Ausbau der Interoperabilität im deutsch-französischen Schienengüterverkehr. Die Rahmenvereinbarung der Interoperabilität zu den harmonisierten Betriebsvorschriften und koordinierten Abfertigungsprozessen wurde von beiden Bahnchefs unterzeichnet.

Ab sofort werden zusätzlich zum Grenzbahnhof Forbach/Saarbrücken auch alle übrigen Eisenbahn-Grenzübergänge zwischen Deutschland und Frankreich durchgängig im Güterverkehr befahren. Dabei kommen deutsche Mehrsystemloks der Baureihe 185 und ab dem zweiten Halbjahr 2005 SNCF-Loks der Baureihe 437000 zum Einsatz, die für die Strom- und Signalsysteme beider Länder geeignet sind. So fahren künftig zusätzlich zu den seit Dezember 2003 verkehrenden täglich 60 Zügen über Forbach / Saarbrücken rund 40 Züge über Apach/Perl (Mosel) und weitere sechs Züge über Strasbourg/Kehl durchgehend und sparen pro Zug bis zu zwei Stunden Warte- und Abfertigungszeitzeit an der Grenze ein.


Die Güterzüge fahren künftig zwischen den großen Rangierbahnhöfen wie Köln-Gremberg und Metz-Woippy durchgängig mit bis zu 120 Stundenkilometer. Anders als der LKW konnten die Bahnen bisher auf den langen internationalen Strecken nicht durchgängig fahren. Höhere Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn im Vergleich zum LKW sind das Ergebnis des interoperablen Einsatzes der Triebfahrzeugführer und Triebfahrzeuge. Für die Kunden werden die Transporte auf allen Achsen und Korridoren, die diese Strecken in Frankreich und Deutschland benutzen, zuverlässiger und schneller, sowohl im Ganzzug- und Einzelwagenverkehr als auch im Kombinierten Verkehr.

Nach der heutigen Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung werden die Bahnchefs Gallois und Mehdorn demnächst die Kooperation in den Bereichen Konzeption, Planung und Durchführung der interoperablen Produktion mit Hilfe ihrer gemeinsamen Beteiligungsgesellschaft Rail Euro Concept vertiefen. Sie wollen damit zeigen, dass die bisherigen Erfolge der Zusammenarbeit noch weitere Potenziale bieten, die für mehr Verkehr auf der Schiene zwischen Deutschland und Frankreich ausgeschöpft werden müssen.

Werner Klingberg | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.db.de/

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