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Handy als Mitfahrzentrale: Ab Herbst startet der Mitfahrclub

04.02.2005


Ob steigende Benzinkosten oder Preiserhöhung bei Bus und Bahn - es gibt viele gute Gründe, eine Fahrgemeinschaft zu gründen. Ein neues Computersystem hilft jetzt dabei, schnell und einfach Fahrer oder Beifahrer zu finden: Beim "Mitfahrclub" wird das Handy zur elektronischen Mitfahrzentrale. Entwickelt wurde das Projekt von der Initiative "Partner für Innovation", in der namhafte Unternehmen, Verbände und Institutionen in enger Vernetzung zusammenarbeiten.

Wer sich bisher für die Fahrgemeinschaft entschied, war wenig flexibel. Gemeinsame Fahrten mussten rechtzeitig verabredet werden, kurzfristige Änderungen von Route und Abfahrtszeit waren mit großem organisatorischen Aufwand verbunden. Eine Alternative entwickelte die Initiative "Partner für Innovation" in Kooperation mit der Firma eNotions: Beim "Mitfahrclub" ist nur noch ein Anruf nötig - und schon wenige Sekunden später können sich Fahrer und Mitfahrer über Treff- und Zeitpunkt verständigen. Möglich macht das ein neues Computersystem, das der Anrufer mit seinem Handy steuert: Er gibt die Nummer des gewünschten Start- und Zielorts ein, und kurz darauf ist er mit dem Fahrer verbunden, der zuvor dem "Mitfahrclub" seine Tour mitgeteilt hat. Die Fahrtkosten werden automatisch errechnet und monatlich abgebucht. Ein weiterer Servicevorteil des "Mitfahrclubs", bei dem sich die Teilnehmer telefonisch oder per Internet anmelden können: Wünsche wie zum Beispiel "Nichtraucher" sind inbegriffen.

"Der ’Mitfahrclub’ bietet einen einfachen Zugang zu Mobilität und ist besonders geeignet für alltägliche Fahrten, da sowohl Fahrer als auch Beifahrer sehr flexibel bleiben", sagt Michael Kuchenbecker vom Fraunhofer-Verbund Verkehr, wissenschaftlicher Begleiter der Fachgruppe "Mobilität und Logistik" der Initiative "Partner für Innovation": "Unser Projekt wird dazu beitragen, ökonomischen und umweltschonenden Personentransport zu fördern." Mit dem "Mitfahrclub" liegen die Experten im allgemeinen Trend zur Umwelt und Geldbeutel schonenden Reisevariante "Fahrgemeinschaft". Nach einer Umfrage des Auto Club Europa e. V. (ACE) hat sich die Nachfrage bei Anbietern von Fahrgemeinschaften im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Schon im kommenden Herbst soll die neue Technologie ihren ersten Praxistest in Frankfurt am Main bestehen.

In der Initiative "Partner für Innovation" setzen sich über 200 Unternehmen, Verbände und Institutionen dafür ein, Innovationen in Deutschland erfolgreich zu machen. Der Arbeitskreis "Mobilität und Logistik" ist eine der 13 Fachgruppen, die konkrete Projekte und Konzepte für verschiedene Zukunftsfelder erarbeiten, die besondere Innovationskraft versprechen.

Lars M. Heitmüller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.innovationen-fuer-deutschland.de

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