Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CargoCap im Mini-Format: RUB-Maschinenbauer testen neue Weiche

31.01.2005


Für das unterirdische Transportsystem CargoCap haben sich die RUB-Maschinenbauer eine spezielle Weiche einfallen lassen, die ein Ein- und Ausscheren einzelner Kapseln bei vollem Tempo ermöglicht. Um sie realistisch simulieren zu können, bauen Dipl.-Ing. Lutz Hohaus und Dr.-Ing. Jan Scholten (Lehrstuhl für Maschinenelemente und Fördertechnik) sie zunächst in klein, denn nur so lässt sich ermitteln, welche Kräfte wann auf welches Bauteil wirken. Damit das realistisch gelingt, müssen sie komplizierte Berechnungen anstellen, denn die Verkleinerung wirkt sich auf unterschiedliche Parameter unterschiedlich aus. Anhand der Messungen am Modell optimieren sie dann ihre Computersimulation, die schließlich auch CargoCaps in Originalgröße simulieren kann.



Die Tücken der Verkleinerung

... mehr zu:
»CargoCap »RUB-Maschinenbauer


Modelleisenbahner kennen das Problem: Verkleinert man ein System in einem bestimmten Maßstab, wirkt sich diese Verkleinerung auf verschiedene Eigenschaften unterschiedlich aus. Eine Lok, die im Maßstab 1:87 verkleinert ist, wiegt z.B. weniger als 1/87 des Originalgewichts. Das wiederum wirkt sich auf die maximale Geschwindigkeit aus. Die maximale Beschleunigung hingegen ist eine feste Größe, die nicht von den Ausmaßen der Lok abhängt. Um die Eigenschaften des CargoCap-Systems trotzdem realistisch am Modell prüfen zu können, beschränken sich die Ingenieure auf einige ausgewählte Parameter und stimmen diese einzeln aufeinander ab, so dass sie dem echten System entsprechen. Sie reduzieren dafür die Systemgrößen auf dimensionslose Kennzahlen. Im Modell fährt das kleine CargoCap dann mit der halben Geschwindigkeit des späteren großen, es wirken 1/16 der Kräfte des Originals ein und Steifigkeit und Dämpfung liegen bei 1/4 bzw. 1/8 des Originals - so sind die Bedingungen realistisch.

Messen, simulieren, vergleichen

An diesem Modell testen die Ingenieure die neue Weiche. Sie besteht nicht aus verstellbaren Teilen am Gleis - das wäre zu langsam. Statt dessen fährt am CargoCap ein Führungsarm aus und hakt in eine seitliche Führungsschiene. Das mittlere Gleis wird in der Weiche unterbrochen, die Kapsel zieht sich ins Zielgleis hinein. Die Daten aus dem Messungen am Modell füttern die Forscher in den Computer, bis Simulationen unter verschiedenen Bedingungen mit den Messungen übereinstimmen. Dann können sie am Rechner auch Fahrten in der späteren Originalgröße 1/1 simulieren.

Bild und Text in MaschinenbauRUBIN

Den vollständigen Beitrag und Abbildungen zum Herunterladen finden Sie in der Sonderausgabe des RUB-Wissenschaftsmagazins MaschinenbauRUBIN unter http://www.rub.de/rubin/maschinenbau

Weitere Informationen

Dipl.-Ing. Lutz Hohaus, Dr.Ing. Jan Scholten, Lehrstuhl für Maschinenelemente und Fördertechnik, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22120, -26722, E-Mail: hohaus@lmf.rub.de, scholten@lmf.rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de/rubin/maschinenbau

Weitere Berichte zu: CargoCap RUB-Maschinenbauer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Intelligente Planung und Steuerung für mehr Effektivität und Effizienz bei Autoumschlag in Häfen
14.09.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Umweltfreundliches Segway toppt Rad und Auto bei kurzen Strecken
08.09.2017 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie