Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF-Verkehrsforschung entwickelt neue Modelle zum Verkehrsverhalten

21.01.2005


Hektische Autofahrer kommen später an


Das häufig hektische Reagieren von Autofahrern auf Staumeldungen zahlt sich meist nicht aus. Das ist ein Ergebnis der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verkehrsforschung. Schneller kommt danach ans Ziel, wer die öffentliche Verkehrsinformation über die gesamte Verkehrslage nutzt. Mit dem damit verbundenen geringeren Streckenwechsel werde der Verkehrsfluss gleichmäßig und das Verkehrssystem stabilisiert, sagten die Forscherinnen und Forscher des interdisziplinären Forschungsprojektes SURVIVE am Freitag in Köln bei der Vorstellung ihrer Arbeit. Das BMBF förderte ihre Arbeit mit 640.000 Euro. Die Ergebnisse sollen künftig in den Verkehrssimulationsmodellen verwendet werden und damit die Prognosen zur Verkehrslage wesentlich zuverlässiger machen.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe von Nobelpreisträger Professor Reinhard Selten (Uni-Bonn) und Professor Michael Schreckenberg (Uni-Duisburg) kombinierte spieltheoretische Methoden der Wirtschaftsforschung mit Methoden der Verkehrsphysik. Sie entwickelten auf Basis der Empirie und Modellbildung der experimentellen Wirtschaftsforschung sowie der Verkehrssimulation ein spieltheoretisches Laborexperiment, das Aufschlüsse über Verhaltensweisen im Straßenverkehr bei der Streckenwahl gibt.


Bei den Laborexperimenten hatten typische Berufspendler vergleichbar an 200 Tagen die Wahl für zwei unterschiedliche Wegstrecken. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die große Mehrheit der Fahrerinnen und Fahrer in der Hoffnung auf kürzere Fahrzeiten auf Basis ihrer gemachten Erfahrung sehr häufig die Wegstrecke wechseln. Erhielten die Teilnehmer des Experiments jedoch externe Zusatzinformationen über die gesamte Verkehrslage auf der Strecke, nahm die Zahl der notorischen Wechsler stark ab und das Verkehrssystem stabilisierte sich merklich. Ein zunehmendes Wissen über den Gesamtzustand hatte also einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss zum Nutzen der einzelnen Verkehrsteilnehmer und der optimalen Ausnutzung der Verkehrsinfrastruktur zur Folge.

| BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.tuvpt.de
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Verkehrsfluss Verkehrslage Verkehrssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Ostfalia forscht an Ultraleichtflugzeug mit Elektroantrieb
19.10.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

nachricht Wie E-Autos effizient genutzt werden
16.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise