Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland: Bewährungsprobe für Lkw-Maut

03.01.2005


Bedienungsanleitung aus Bildern gegen babylonische Sprachverwirrung



Die Toll Collect GmbH erlebt heute, Montag, die Feuertaufe für ihr Mautsystem. "Wir gehen nun von einem guten Start aus", zeigte sich Christoph Bellmer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Toll Collect, Mitte Dezember noch optimistisch. Täglich rund eine Mio. Lkws müssen ab sofort vom deutschen Mautsystem erfasst werden. In den vergangenen Monaten waren gerade mal 2.000 Brummer auf Deutschlands Autobahnen mit On-Board Units (OBUs) für Testzwecke unterwegs. Sollte das System nicht funktionieren, dann liegen die Strafzahlungen für Toll Collect zwischen 40 und 50 Mio Euro pro Monat, wobei die allfällige Pönale des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Monat für Monat höher wird.



Herzstück des satellitengestützten Mautsystems ist die automatische Einbuchung mittels eines Fahrzeuggerätes. Von den so genannten On-Board Units (OBU) waren zu Jahresende 297.500 in Lkw eingebaut, 500.000 sollten aber für einen reibungslosen Betrieb des deutschen Mautsystems eingebaut werden, berichtet die ARD gestern, Sonntagnacht, in einer Reportage.

Alternativ gibt es zwei manuelle Einbuchungsmöglichkeiten: per Internet beziehungsweise an den Mautstellen-Terminals in der Nähe von Autobahnauffahrten, auf Autohöfen, Rastplätzen und an Tankstellen. Im manuellen Verfahren können mautpflichtige Strecken schon drei Tage vor Fahrtantritt gebucht werden. Lkw-Fahrer und Fuhrunternehmen, die keine OBUs in ihre Fahrzeuge eingebaut haben, können so mögliche Wartezeiten an den Terminals in den ersten Tagen des Mautstarts umgehen.

Die Bedienung der insgesamt 3.600 Mautstellen-Terminals ist ohne Einschulung schwierig, deshalb stellt Toll Collect mit der Aufhebung des Sonntagsfahrverbotes am 2. Januar 2005 um 22:00 Uhr rund 5.000 Mauthelfer an den besonders stark aufgesuchten Tankstellen und Autohöfen mit Mautstellen-Terminals bereit. Sie stehen den Fahrern zur Seite und sollen die Dauer der Einbuchungen verkürzen, um damit Wartezeiten an den Terminals zu vermeiden oder zu mindern. Terminals können in deutsch, englisch, französisch und polnisch bedient werden. Eine spezielle Bedienungsanleitung aus Bildern und Bilderschriftzeichen (Piktogrammen) kommt ganz ohne Worte aus. Darüber hinaus sind Informationen über das Lkw-Mautsystem in 23 Sprachen erhältlich.

Der neue BDI-Präsident Jürgen R. Thumann feierte in einer Presseaussendung am Neujahrstag schon mal prophylaktisch den Start der Lkw-Maut als Erfolg: "Das ist ein guter Tag für den Innovationsstandort Deutschland. Geduld und kontinuierliche Arbeit zahlen sich jetzt aus. Das satellitengestützte Mautsystem ist weltweit einmalig und technisch allen Konkurrenzprodukten überlegen. Das System kann ein neuer Exportschlager werden."

Hubert Thurnhofer | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.toll-collect.de

Weitere Berichte zu: Lkw-Maut Mautstellen-Terminal Mautsystem OBU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen