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Unternehmen müssen mit steigenden Preisen für Transportleistungen rechnen

06.12.2004


Unternehmen, die Transportleistungen nachfragen, müssen auf den deutschen und grenzüberschreitenden Transportmärkten im nächsten halben Jahr mit steigenden Preisen rechnen. Wesentliche Ursachen hierfür sind die bevorstehende Einführung der Lkw-Maut zum 1. Januar 2005 und die gestiegenen Treibstoffkosten.


Zu diesem Ergebnis kommt das "TransportmarktBarometer von progtrans/ZEW", eine vierteljährliche Umfrage der progtrans, Basel, und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, unter 300 Spitzenkräften der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft. Die im vierten Quartal 2004 befragten Experten gehen weitgehend einheitlich von Preissteigerungen auf allen Transportmärkten in den kommenden Monaten aus.

Im Straßengüterverkehr und bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) werden Preiserhöhungen insbesondere aufgrund der anstehenden Erhebung der Lkw-Maut in Deutschland ab 1. Januar 2005 erwartet. Im Osteuropaverkehr erwarten allerdings - wohl wegen der Konkurrenz mit den dortigen Transporteuren, die niedrigere Kosten haben - weniger Experten einen Preisanstieg.


Im Schlepptau des Preisanstiegs im Straßengüterverkehr und wegen der stark gestiegenen Treibstoffkosten erwarten die Experten auch bei den anderen Landverkehrsträgern wie Schiene, Binnenschifffahrt und Kombiniertem Verkehr mehrheitlich höhere Preise.

Bei der Luft- und Seefracht hat die Zahl der Experten, die von steigenden Preisen ausgeht, im Vergleich zu den Vorquartalen erneut zugenommen. Diese Entwicklung der Experteneinschätzung zeichnet sich bei den Experten des TransportmarktBarometers seit drei Quartalen deutlich ab.

Die Antworten der Experten auf die Frage nach der Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr spiegeln die Verunsicherung bezüglich der erhofften konjunkturellen Belebung wider. Generell rechnen sie mit einer unveränderten Entwicklung und somit einem weiterhin schwachen Wachstum der Beförderungsmengen. Die Erwartungen sind für die einzelnen Transportzweige und für die verschiedenen Relationen aber außergewöhnlich uneinheitlich.

Im innerdeutschen Verkehr sind die Wachstumserwartungen überwiegend stabil. Tendenziell erwarten weniger Experten als im Vorquartal Transportmengensteigerungen. Auch bei den Westeuropaverkehren wurden - außer bei der Schiene - die Einschätzungen gegenüber den Vorquartalen (weiter) zurückgenommen. Richtung Osteuropa ist das Bild völlig uneinheitlich: Die Mengenerwartungen wurden im vierten Quartal 2004 im klassischen Straßengüter- und KEP-Verkehr nach oben korrigiert, während die für die Schiene und das Binnenschiff einen Dämpfer erhielten. Beim kombinierten Verkehr bleiben die Erwartungen nahezu unverändert.

Bei der Luft- und Seefracht werden die Wachstumsperspektiven der Europaverkehre und für die Nord-Amerika-Relation ebenfalls zurückgenommen. Richtung Asien/Pazifik hat die Seefracht die stärksten Wachstumsaussichten - mit steigender Tendenz.

Ansprechpartner:

Dr. Stefan Rommerskirchen (progtrans), Tel.: +41/61/56035-10, E-Mail: stefan.rommerskirchen@progtrans.com
Georg Bühler (ZEW), Tel.: 0621/1235-213, Fax -226, E-Mail: buehler@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.progtrans.com

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