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Vorbild Schweiz: Weniger, weil schwerere Brummis

26.11.2004


Das Zulassen längerer und schwerer Fahrzeugkombinationen könnte die Zahl der LKWs auf deutschen Autobahnen um ein Drittel senken - und damit Staus auf deutschen Straßen deutlich verringern." Dies erklärt Gerhard Riemann, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation in der Schweiz zur Reduzierung der Verkehrsleistung im Alpentransit.


Die alpenquerenden Transitfahrten in der Schweiz sind den vergangenen vier Jahren um acht Prozent zurückgegangen. Neben anderen Faktoren resultiert alleine mehr als ein Drittel (35 Prozent) des Rückgangs aus der Erhöhung der Tonnage von 28 auf 34 Tonnen, so dass inzwischen rund 100.000 weniger Lkw-Fahrten als noch im Jahr 2000 gemessen wurden.

In Deutschland wird gegenwärtig die Erhöhung der Tonnage von 40 auf 60 Tonnen bei gleichzeitiger Erhöhung der Gesamtlänge auf 25,25 Meter diskutiert, 6,50 Meter länger als bisher. Diese Großraum-Lkw hätten dann ein Ladevolumen von rund 150 m³ statt bisher 100 m³. Die Belastung der Straßen und Brücken bliebe nahezu gleich, da der Großraum-Lkw die Last gleichmäßig über den Längenzuwachs verteilt. Die aus Sattelauflieger und Anhänger kombinierten langen Fahrzeuge sind rasch wieder entkoppelbar, so dass diese Fahrzeugkombinationen lediglich auf Autobahnen und im Terminalverkehr von Hafen- und Gewerbegebieten zum Einsatz kommen sollen. In Innenstädten und auf Landstraßen werden diese langen Lkw nicht anzutreffen sein. "Angesichts eines Güterverkehrswachstums von 64 Prozent muss die Bundes¬regierung innovative Vorschläge zur Bewältigung des bevorstehenden Verkehrs¬chaos unvoreingenommen prüfen. Selbst eine Verdoppelung der Transport¬kapazitäten von Binnenschiff und Bahn würde das rasante Güterverkehrswachstum auf der Straße nicht stoppen. Bis zum Jahr 2015 müssen wir in Deutschland dort mit fünf Lkw rechnen wo bereits heute drei Lkw Stoßstange an Stoßstange fahren", so Riemann abschließend

Jürgen Hasler | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bga.de

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