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So kommt die europäische Eisenbahnindustrie wieder auf Kurs

03.11.2004


Die europäische Eisenbahnindustrie braucht dringend eine Verjüngerungskur. Die Materialtechnik könnte ein wichtige Triebkraft bei der Wiederbelebung dieses bedeutenden Industriezweiges sein.



Eisenbahnen waren einst ein wichtiger Bestandteil der europäischen Transportinfrastruktur. In den vergangenen Jahrzehnten ist aber die Bedeutung des Eisenbahnverkehrs, sowohl im Bereich Personen- als auch Gütertransport, beachtlich zurückgegangen. Die Eisenbahn hat viele Kunden verloren, die jetzt lieber mit dem Auto oder dem Flugzeug unterwegs sind. Jetzt wird daran gearbeitet, die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahnindustrie zu verstärken und eine Trendwende einzuleiten.



Lärm und Vibrationen spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie beeinträchtigen den Eisenbahntransport und haben Auswirkungen auf die Umwelt, auf Reisekomfort, Kraftstoffeffizienz und lokale Gemeinden. Im Rahmen des Fünften Rahmenprogramms wurden innerhalb des Growth-Programms Forschungsanstrengungen unterstützt, mit denen das Wissen über die Reduzierung von störenden Geräuschen und Vibrationen verbessert werden soll.

Lärm und Vibration haben vielfältige Entstehungsquellen. Sie können zum Beispiel durch den Kontakt der Räder mit den Schienen entstehen. Weitere Ursachen sind Unregelmäßigkeiten bei den Bauteilen, aerodynamische Geräusche sowie Wechselwirkungen mit dem Boden unterhalb der Schienen als auch mit Tunneln und Brücken. Während des von Vienna Consulting Engineers (VCE) koordinierten Growth-Projekts mit dem Namen CASCO wurden neue Wege gesucht, mit denen die durch Lärm und Vibration erzeugte Energie vom System absorbiert werden kann.

Es wurde ein semiaktiver Ansatz genutzt, um diese Energie mit der Entwicklung von Prototypen verschiedener Antriebe und Isolatoren zu schwächen oder aufzulösen. Grundlage für diese Prototypen waren magnetorheologische (MR) Materialien, die die neueste Entwicklung im Bereich der Materialtechnik darstellen. MR-Materialien sind Flüssigkeiten, die bei Anwesenheit eines magnetischen oder elektrischen Feldes erstarren können und wieder in den flüssigen Zustand zurückkehren, wenn die einwirkende Kraft entfernt wird. Unter der Führung von VCE wurden Kenntnisse zu den MR-Materialien und ihrer Nutzung für semiaktive Dämpfungsanwendungen erworben und ausgetauscht. Weitere Fortschritte wurden mit Hinblick auf die effizientere Platzierung der Antriebe im Eisenbahnsystem erzielt.

Die Nutzung der Ergebnisse beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Eisenbahnindustrie. Auch andere Bereiche können vom angeeigneten Wissen profitieren. Dazu gehören die Gebäudesicherheit, besonders im Hinblick auf seismische Aktivität, andere Transportbereiche oder aber militärische und raumfahrttechnische Anwendungen.

Kontakt:

Helmut Wenzel
VCE Holding GmbH
Hadikgasse 60, 1170 Wien, Austria
Tel: +43-1-8975339
Fax: +43-1-8938671
Email: wenzel@vce.at

Helmut Wenzel | ctm
Weitere Informationen:
http://www.vce.at

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