Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BP setzt Lotsen in der Ostsee ein

28.10.2004


Lotsen für BP Transporte in der Ostsee seit Frühjahr 2004 - Doppelhüllen für alle BP eigenen Tanker bereits ab Anfang 2005 - BP erfüllt damit die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen schon 5 Jahre früher

Lange vor Inkrafttreten der ab 2010 geltenden gesetzlichen Vorgaben verbessert BP die Sicherheitsmaßnahmen im Öltransport in der Ostsee erheblich: Schon seit dem Frühjahr 2004 setzt BP dort Lotsen ein. Diese gewährleisten, dass in den engen Fahrwassern der Ostsee das Risiko eines Tankerunfalles minimiert wird.

Außerdem werden in der BP eigenen Flotte weltweit ab Anfang 2005 nur noch Tanker mit Doppelhüllen eingesetzt. Im Falle einer Beschädigung der äußeren Hülle verhindert die innere ein Auslaufen des transportierten Produktes. "Doppelhüllen sind für die BP Gruppe bereits seit Jahrzehnten ein ganz wichtiges Thema," so Dr. Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender der Deutsche BP AG. "Wir sind Vorreiter, was die Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften und Technologien angeht."

Für die Transporte der BP zu Wasser ist die BP Shipping Ltd. mit Sitz in London zuständig. Sie transportiert pro Jahr rund 220 Millionen Tonnen Rohöl und Ölprodukte, das sind etwa 5 % der weltweiten Öltransporte. Die Flotte umfasst 61 Schiffe. Bis 2006 werden 46 Doppelhüllentanker dazukommen. Das Durchschnittsalter der Schiffe wird dann bei rund drei Jahren liegen. Damit wird die BP Tankerflotte eine der jüngsten weltweit sein.

Das strenge Prüfsystem der BP stellt sicher, dass alle Tanker, die im Auftrag von BP fahren, stets bestens in Stand sind. Dazu gehören selbstverständlich auch eine sorgfältig ausgebildete und qualifizierte Besatzung sowie regelmäßige umfassende Krisenübungen.

"Wir halten es nicht für zweckdienlich," so Franke, "nach jedem Tankerunfall sofort nach einer Verschärfung der geltenden Regeln zu rufen. Die Regeln, die es gibt, sind sehr gut geeignet, um den Unfallursachen zu begegnen. Sie müssten nur endlich konsequent von allen Staaten gegenüber allen Tankern und ihren Betreibern angewandt werden."

Hintergrund-Information zu Tankerunfällen:

Tankerunfälle haben zwei Arten von Ursachen - entweder eine strukturelle Schwäche des Schiffs oder menschliches Versagen, wie etwa Fehler der Besatzung bei der Führung des Schiffes. Zu den "Hardware-Ursachen" gehören die Schwächung des Schiffsrumpfs durch angerostete Platten oder Spanten, und Ausfälle des Schiffsantriebs oder der Ruderanlage, so dass der Tanker nicht mehr stoppen oder gesteuert werden kann. Häufige Ursache dafür ist die unzureichende Wartung des Schiffes, um Geld beim Betrieb und der Unterhaltung des Tankers zu sparen. Menschliches Versagen kann sich in vielen Formen zeigen, etwa in der Fehleinschätzung einer gefährlichen Situation aufgrund schlechter Ausbildung oder mangelnder Erfahrung der Besatzung, oder etwa durch Unaufmerksamkeit oder Nachlässigkeit.

Es ist wenig bekannt, dass nur etwa 20% der Tankerunglücke auf Schwächen und Fehlfunktionen des Schiffes und seiner Ausrüstung, beruhen, aber 80% auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Wenn also gefordert wird, Tanker mit einfacher Hülle möglichst schnell gegen Doppelhüllentanker auszutauschen, ist das eine Maßnahme, die sich bestenfalls positiv auf einen von fünf Risikofällen auswirken kann - zumindest statistisch gesehen.

Trotzdem sieht BP es als äußerst wichtig an, auch die möglichen "Hardware-Ursachen" zu bekämpfen und dafür zu sorgen, dass Tanker strukturell und technisch sicher sind. Auch bei gecharterten Schiffen prüft BP sehr genau, ob sie in gutem Zustand sind und allen Vorschriften entsprechen - sogenanntes "vetting", und zwar jedes Mal bevor sie gechartert werden. In 2003 hat BP rund 25.000 Vetting-Anfragen dazu beantwortet, ob bestimmte fremde Schiffe für BP Ladungen gechartert werden dürfen, und 2.200 Tanker von Inspektoren an Bord auf ihren Zustand überprüfen lassen.

Dr. Claudia Braun | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bpshipping.com.
http://www.bp.de

Weitere Berichte zu: Lotsen Ostsee Tanker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie
19.04.2018 | Forschungszentrum Jülich

nachricht HyperloopTeam aus Oldenburg und Emden in die dritte Runde gestartet
27.03.2018 | Hochschule Emden/Leer

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns

24.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

24.04.2018 | Medizintechnik

RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig

24.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics