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Verkehrsregelung: Höhere Verfügbarkeit und Sicherheit durch neue Technologien

05.10.2004


LED-Ampelanlagen zur Verkehrsregelung und Kombinationsdetektoren, die bis zu acht Fahrzeugklassen unterscheiden können, setzen neue Standards in der Verkehrstechnik.



„Steigende Ansprüche nach mehr Leistung und höherer Wirtschaftlichkeit haben zu neuen Qualitätsstandards geführt“, erklärte Christoph Roth, im Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) verantwortlich für verkehrstechnische Lösungen. Gegenüber älteren Produkten sind neue Technologien gegen Ausfall besser geschützt, wartungsärmer und verbrauchen weniger Energie. „Vor allem aber ermöglichen sie eine bessere und sicherere Steuerung und Überwachung des Verkehrs“, erklärte Roth.



Zur Steuerung von Grünphasen an Lichtsignalanlagen werden Schleifendetektoren in den Straßenasphalt eingesetzt, die das Verkehrsaufkommen registrieren und eine verkehrsabhängige Kreuzungssteuerung ermöglichen. „Dies ist eine ausgereifte Technologie mit einer hohen Detektionsqualität“, so Roth, „aber zugleich auch nur mit einer begrenzten Lebensdauer infolge von Beanspruchung oder Beschädigung des Straßenbelages.“ Nach Schätzungen von Fachleuten dürften heute zwischen zehn und 20 Prozent der Schleifendetektoren in Deutschland nicht mehr funktionsfähig sein. „Die Ampeln werden dann nicht mehr durch das Verkehrsaufkommen, sondern nach dem Zeittakt gesteuert, und damit wird das Ziel, den Verkehrsfluss zu optimieren, nicht erreicht.“

So genannte Überkopfdetektoren, auf den Ampelmasten montiert, überwachen den Kreuzungsverkehr heute wartungsärmer und vor allem ausfallsicherer als Schleifendetektoren. „Auch für andere Anwendungen wie beispielsweise den Einsatz auf Autobahnen und Bundesstraßen haben die Überkopfdetektoren ein sehr hohes Qualitätsniveau erreicht“, so Roth. „Mit Kombinationsdetektoren können sogar bis zu acht verschiedene Fahrzeugklassen mit einer hohen Genauigkeit klassifiziert werden“. Mit Videodetektoren lassen sich mehrere Fahrspuren mit einer Kamera simultan erfassen. Störeinflüsse wie Schatten oder Vibrationen werden automatisch korrigiert, und die Bilder können gleichzeitig in eine Zentrale zur Überwachung der Kreuzung oder des Straßenabschnitts übertragen werden.

Der Einsatz von LED-Technologie bei Lichtsignalen zeigt deutliche Vorteile bei der Wartung und Ausfallsicherheit gegenüber herkömmlichen Lampenanlagen. Den höheren Anschaffungskosten stehen ein geringerer Energieverbrauch und damit niedrigere Stromkosten, eine lange Lebensdauer und nicht zuletzt eine bessere Sichtbarkeit durch die optimierte Optik gegenüber. „Dank der höheren Verfügbarkeit“, resümierte Roth, „steigt mit dem Einsatz von LED-Ampelanlagen auch die Sicherheit im Straßenverkehr.“

Wieland Simon | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/traffic

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