Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erhöhung der Bausicherheit für Offshore-Industrien

06.07.2004


Offshore-Bauschiffe müssen sowohl seefest als auch stabil sein. Es handelt sich bei diesen Schiffen um hochmoderne, spezialisierte Schiffe, die oftmals an bestimmte Bauanforderungen angepasst sind. Sie zählen deshalb zu den aufwändigen und kostenintensiven Ausrüstungsgegenständen.


Der Offshore-Bau ist mit einigen bedeutenden Schwierigkeiten verbunden. Probleme ergeben sich unter anderem beim angemessenen Umgang mit den unbeständigen und oftmals unvorhergesehenen Meeresoberflächenbewegungen. Außerdem muss die Lastübertragung so erfolgen, dass keine Lebensgefahr besteht und die Bauintegrität sowie die Projektentwicklungspläne eingehalten werden.

Im Rahmen der Entwicklung und Konstruktion von Offshore-Bauschiffen kann deshalb nicht auf die Anforderungen jeder Baustelle Rücksicht genommen werden. Ein norwegisches Unternehmen hat jedoch mehrere Technologien entwickelt, die den Bau eines Schiffes mit besonderen Eigenschaften fördern und somit Verbesserungen für die Offshore-Baubranche mit sich bringen.


Eines der besonderen Merkmale ist das Lastübertragungssystem, das die Übertragung von großen Lasten sowie gleichzeitig das natürliche Zusammenspiel mit der Wellenbewegung ermöglicht. Dadurch wird das Einwirken von dynamischen Kräften auf die Lastplattform verhindert. Große Massen können also bei minimalen interaktiven bzw. störenden Kräften übertragen werden. Die durchschnittliche Kraft, die für die Vermeidung von welleninduzierten Bewegungen erforderlich ist, beträgt zum Beispiel 2-3.000 Tonnen und ist mehr als ausreichend, um die strukturelle Integrität der Plattform schwerwiegend zu schädigen.

Das entwickelte Lastübertragungssystem basiert genau genommen auf zwei verschiedenen Systemen. Das erste System besteht aus einem Zweigelenk-Balkensystem, während das zweite ein Eingelenk-Balken/Wagen-System ist. Beide System nutzen Lastabstützungen, die die gleichmäßige Lastverteilung während der Übertragung sicherstellen. Interessant ist hierbei, dass die tatsächliche Lastübertragung erfolgt, während das Schiff entlastet und gleichzeitig die Steifheit der Federn in den Stützen erhöht wird.

Zur weiteren Unterstützung der Lastübertragungstechnologie wurden spezialisierte Verankerungs- oder Haltetechnologien sowie horizontale Positionierungssysteme entwickelt. Beide Systeme tragen zu einem gleichmäßigeren Betrieb des gesamten Schiffes bei und erhöhen außerdem die Sicherheit für die Arbeiter und die Strukturen gleichermaßen.

Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass das Verankerungssystem keine aktive Steuerung erfordert und über Fernbedienung betrieben werden kann. Aufgrund der verbundenen Ansauganker sowie der vertikalen Verankerung werden die Hebe-, die Steigungs-, die Walz- sowie die kinetische Energie der Gewichtsübertragung fast vollständig eliminiert. Das horizontale Positionierungssystem verbessert die Position des Schiffes während der Lastübertragung deutlich und erleichtert durch die Berücksichtigung der Wellenfrequenzbewegung den gesamten Übertragungsvorgang.

Die Entwickler möchten Dienstleistungen für Bohrinselbetreiber und für die Offshore-Bauindustrie anbieten.

Per Johansson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.master-marine.no

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fit2Load – umweltfreundliches Mobilitätskonzept für Filiallieferverkehr
15.02.2018 | Fachhochschule Bielefeld

nachricht Lösungen für die begrenzte Reichweite von Elektrobussen
02.02.2018 | Universität zu Lübeck

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics