Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektronische Helfer im Dienst des Kunden

25.05.2004


  • Im Peugeot 407 erhöhen 40 Steuergeräte Komfort und Sicherheit


  • Schneller Datenaustausch durch neue CAN-Bus-Technik
  • Neues Diagnosesystem mit drahtlosem Online-Zugang

Elektronische Systeme sind heute aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Auch im Automobilbau sind viele Errungenschaften der Neuzeit ohne elektronische Unterstützung nicht möglich. Das gilt sowohl für die Komfort- wie auch für die Sicherheitsausstattung. Der neue Peugeot 407 zeigt exemplarisch die jüngste Entwicklung von High-Tech-Elektronik auf: In dem neuen Mittelklassemodell von Peugeot arbeiten bis zu 40 elektronische Steuergeräte, die dezent aber effizient im Verborgenen agieren und dem Fahrer somit den Alltag im 407 erleichtern und angenehmer machen.



Erstmals kommt im Peugeot 407 eine Full-CAN-Multiplex-Technologie zum Einsatz. Dieses auch CAN-CAN (Controler Area Network) genannte System erlaubt besonders schnellen Datenaustausch innerhalb der Bordelektronik. So ist bei der Steuerung von Motormanagement und ESP im 407 eine Datenübertragungsrate von 500 kBit pro Sekunde möglich; dies entspricht etwa der vierfachen ISDN-Geschwindigkeit. Neben diesem CAN-High Speed steht ein zweites CAN-Bus-System mit einer Übertragungsrate von 125 kBit/s zur Verfügung. Über einen Lichtwellenleiter koordiniert es unter anderem alle Funktionen des Kombiinstruments und des Bordcomputers sowie des Navigations- und Kommunikationssytems RT3. Zusätzlich kommt ein völlig neues LIN-Bus (Local Interconnect Network) mit 19,2 kBit/s zum Einsatz, das alle Funktionen des Frontscheibenwischers steuert.

Peugeot Planet System: fünfmal schnellere Diagnose

Ausgefeilte elektronische Systeme eröffnen auch neue Chancen im Werkstattservice. Durch die hohen Übertragungsraten in der Bordelektronik des 407 erschließen sich neue Diagnoseverfahren. Peugeot hat dazu das Peugeot Planet System (PPS) entwickelt. Dieses Diagnosesystem gibt den Servicetechnikern in den Vertragswerkstätten die Möglichkeit, sich mittels Laptop und kabelloser Internetverbindung gleichzeitig in die Bordelektronik des Fahrzeugs und in die technischen Datenbanken von Peugeot einzuloggen. So können Störungen blitzschnell eingegrenzt und behoben werden. Weil in diese Datenbank auch Erfahrungswerte von Peugeot-Händlern aus aller Welt einfließen, baut sich eine immer umfangreichere und detailliertere Datensammlung auf. Mit diesem Potenzial und der direkten Verbindung zum Auto kann das Peugeot Planet System eine Störung am Fahrzeug etwa fünfmal schneller aufspüren als ein konventionelles Diagnosesystem.

Sobald ein Fehler erkannt ist, entwickelt das System ein maßgeschneidertes Diagnoseverfahren, das selbständig Tests durchführt und dem Techniker in der Werkstatt bei Bedarf zusätzliche Diagnosemaßnahmen empfiehlt. Eine integrierte Reparatursoftware vermag überdies die Rechnerparameter des angeschlossenen Fahrzeugs zu aktualisieren.

Falls eine Störung einmal nicht analysiert werden kann, besteht die Möglichkeit, direkt mit einem Fachmann aus dem Diagnosecenter von Peugeot in Saarbrücken in Kontakt zu treten. Dieser kann dann durch PPS sogar die Maßnahmen des Technikers in der Werkstatt direkt am Bildschirm verfolgen. In dem neu geschaffenen Diagnosecenter arbeiten derzeit 21 Spezialisten, mittelfristig sollen dort über 30 Techniker für den deutschsprachigen und den osteuropäischen Raum tätig sein.

Schulung von 1.200 Mitarbeitern

Bereits vor der Markteinführung des 407 und des neuen Peugeot Planet Systems hat Peugeot Deutschland umfangreiche Schulungen begonnen. In sechs verschiedenen Workshops lernen die Teilnehmer den neuen Peugeot 407 im Detail kennen. Rund 1.200 Techniker aus dem deutschen Peugeot-Vertriebsnetz nehmen derzeit an diesen Schulungen teil.

| Peugeot
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-1161.html
http://www.peugeot.de/

Weitere Berichte zu: Bordelektronik Diagnosesystem Planet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten