Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Telematiksystem auf Autobahnen soll Unfälle reduzieren

13.05.2004


Bis 2008 wird auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen das Verkehrsmanagement- und Informationssystem der ASFINAG errichtet.


Durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen kann die Kapazität der Straßen um zehn bis 15 Prozent erhöht werden.


Erste Verkehrsbeeinflussungsanlage in Tirol in Betrieb genommen


Bis 2008 soll ein Verkehrsmanagement- und Informationssystem an den am stärksten frequentierten Abschnitten des hochrangigen österreichischen Straßennetzes errichtet werden. Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach und der Asfinag-Vorstandsvorsitzende Walter Hecke haben in einem Pressegespräch heute, Donnerstag, das Verkehrsmanagement- und Informationssystem der Asfinag vorgestellt. Dieses soll weit über die Verkehrsinformation hinausgehen, denn es soll direkt in den Verkehr eingreifen und ihn über Geschwindigkeitsbegrenzungen steuern.

Grund für die Implementierung dieses Telematiksystems ist, dass das Verkehrsaufkommen weiter ansteigen wird. Laut Berechnungen der Asfinag und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie wird der Straßenverkehr bis 2015 insgesamt um 40 Prozent zunehmen, das entspricht einer jährlichen Rate von drei Prozent. Eine intelligente und effiziente Verkehrslenkung wird daher von immer größerer Bedeutung.


Ziel ist es, den gesamten Verkehr, der nicht auf die Schiene umgelagert werden kann, zu managen. Die Erwartungen an das Verkehrsbeeinflussungssystem sind eine Verbesserung des Verkehrsflusses, weniger Unfälle, Reaktionen auf schlechte Luftqualität und die Erstellung von Ausweichrouten bei einem eventuellen Unfall. Eine Studie besagt, dass durch ein solches System um 35 Prozent weniger Verkehrsunfälle passieren sollen, 31Prozent weniger Unfälle mit Personenschäden und 60 Prozent weniger Unfälle mit Todesfolge. Gorbach erkärte: "Das bringt uns dem Ziel näher, die Zahl der Verkehrstoten im gesamten österreichischen Straßennetz bis 2010 zu halbieren."

Die Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA-Informationsbrücken) bestehen aus mehreren Komponenten: Die Anlage erfasst über Sensoren Messdaten wie etwa die Anzahl der Autos, Wetterverhältnisse oder Emissionswerte und sendet sie gemeinsam mit Videodaten an die Verkehrsmanagement- und Informationszentrale in Wien Inzersdorf, die europaweit die modernste Einrichtung dieser Art darstellt. Dort werden die Informationen verarbeitet und Steuerbefehle - zum Beispiel die Anzeige einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h auf dem Überkopfbalken - an die VBA zurück gesendet. Bereits gestern, Mittwoch, wurde die erste von ca. 800 Infomationsbrükcen auf der A 12 Inntal Autobahn bei Vomp in Tirol implementiert.

Als Kosten für die österreichweite Abdeckung mit dem Telematiksystem werden rund 240 Mio. Euro kalkuliert. Für die Zukunft sagt Gorbach einerseits eine Verbindung zwischen dem Maut- und dem Telematiksystem voraus, andererseits wird die Verkehrstelematik zukünftig direkt auf die Fahrzeugelektronik zugreifen können, und beispielsweise die Geschwindigkeit des Fahrzeugs regeln können. Doch dazu sei natürlich noch der politische Wunsch abzuwarten.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.asfinag.at
http://www.bmvit.gv.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Zurück im Depot: AERO-TRAM schließt Messungen ab
13.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Fahrerlos ans Ziel
25.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung