Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwedisch-polnische Partnerschaft senkt Ölverschmutzungsrisiko durch Entwurf von Doppelhüllen-Tankschiffen

06.04.2004


Forschungsteams aus Schweden und Polen haben einen Doppelhüllen-Tanker entworfen, der das Risiko einer Ölverschmutzung auf See drastisch senken soll.


Das Eureka-Projekt, Baltecologicalship, umfasste anfänglich die Analyse von Prozessen der Schiffshüllenherstellung und die Untersuchung des Schiffsverkehrs auf der Ostsee in dem Bereich, der die beteiligten schwedischen und polnischen Wissenschaftler voneinander trennt. Das Konsortium führte dann eine hydrodynamische und strukturelle Analyse von Schiffshüllen, -systemen und -maschinen durch mit dem Ziel, ein Schiff zu entwerfen, das umweltfreundlich und wirtschaftlich gebaut werden kann.

Die Doppelhülle macht Tankschiffe größeren Belastungen gegenüber widerstandsfähiger und verhindert, dass nach einer Kollision Öl ausläuft. "Die neue Hüllenkonstruktion bringt zusätzliche Vorteile," erläuterte Björn Carlsson, Geschäftsführer des schwedischen Partners Ecoship Engineering Ab. "Wenn Sie ein Schiff an Bug und Heck stromlinienförmig gestalten produziert es weniger Widerstand. Dadurch braucht das Schiff weniger Treibstoff und gewinnt an Laderaum."


Das unmittelbare Problem der Forscher ist die Ostsee - das größte Brackgewässer der Welt (enthält mehr Meersalz als Frischwasser, aber weniger als die offene See), das viele seltene und einzigartige Ökosysteme beherbergt. Die Ostsee ist auch einer der verkehrsreichsten Schifffahrtswege der Welt und durch den Bau eines neuen russischen Ölterminals ist mit noch mehr Betrieb zu rechnen. Die Ostsee ist aufgrund ihrer Form besonders dem Risiko ernsthafter Verschmutzungen ausgesetzt: Sie ist nur durch schmale Kanäle mit der Nordsee verbunden und der komplette Austausch des Wassers der Ostsee dauert etwa 30 Jahre.

Die Partner haben denselben Entwurf auch für Containerschiffe und Fähren sowie Fluss-Seeschiffe angewendet.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.eureka.be/ifs/files/ifs/jsp-bin/eureka/ifs/jsps/publicShowcase.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten