Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weniger Vorfälle im deutschen Luftraum

12.02.2004


Flugverkehrsaufkommen um 2,4 Prozent gestiegen

Die Anzahl der so genannten Luftfahrzeugannäherungen ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Wie die unabhängige Expertenkommission APEG (Aircraft Proximity Evaluation Group*) mitteilte, gab es im deutschen Luftraum insgesamt acht Vorfälle (Vorjahr 13), von denen jeweils vier den Kategorien A (akute Zusammenstoßgefahr**) und B (Sicherheit nicht gewährleistet**) zugeordnet wurden. Die Flugsicherung trug lediglich in drei Fällen der Kategorie B die Verantwortung dafür.

Das Verkehrsaufkommen nahm erstmals seit dem Jahr 2000 wieder zu. Die Zahl der Flugbewegungen, das heißt alle Starts, Landungen und Überflüge, stieg 2003 um 2,4 Prozent auf insgesamt 2,55 Millionen. 2002 wurden 2,49 Millionen Bewegungen gezählt. Auch die Pünktlichkeit konnte weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten werden. Die durchschnittliche Verspätung lag bei knapp einer Minute pro Flug, wobei die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH 0,34 Minuten verursachte.

Aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens konnte die DFS die Flugsicherungsgebühren zum Jahresbeginn senken, und zwar im Bereich Strecke um drei Prozent und im An- und Abflugbereich sogar um 13 Prozent. So betragen zum Beispiel die Gebühren für den Flug einer Boeing 737 von Hamburg nach München 750 Euro statt bisher 800 Euro. Der deutsche Anteil für den Flug eines Großraumjets vom Typ Airbus A340 von Frankfurt nach New York schlägt mit 830 Euro statt bisher 910 Euro zu Buche.

* Stichwort APEG:

Die APEG ist eine vom Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen eingesetzte Expertenkommission, der Vertreter von Luftfahrtgesellschaften, der Luftwaffe, der Allgemeinen Luftfahrt, der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, der Vereinigung Cockpit und der Flugsicherung angehören.

** Die Kategorien der Luftfahrzeugannäherungen bedeuten:

Kategorie A: Akute Zusammenstoßgefahr. Eine Luftfahrzeugannäherung, bei der die Gefahr eines Zusammenstoßes bestand.

Kategorie B: Sicherheit nicht gewährleistet. Eine Luftfahrzeugannäherung, bei der die Sicherheit hätte gefährdet sein können und entweder ein Pilot oder ein Fluglotse eingreifen musste.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aufgabe ist die Durchführung, Bereitstellung und Entwicklung von Flugsicherungsdiensten. Die Flugsicherung koordiniert täglich mehrere tausend Flugbewegungen, im Jahr rund 2,5 Millionen. Dafür betreibt sie in Langen bei Frankfurt die größte Kontrollzentrale Europas sowie vier weitere Radarkontrollzentralen in Berlin, Bremen, Karlsruhe und München. Außerdem ist die DFS in der Maastrichter EUROCONTROL-Zentrale und an den 17 internationalen Flughäfen Deutschlands und am Regionalflughafen Niederrhein durch Fluglotsen und anderes Fachpersonal vertreten. Neben dem Tagesgeschäft entwickelt die DFS Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. In seiner Akademie bildet das Unternehmen jährlich rund 100 Nachwuchskräfte aus. Im Hinblick auf das Zusammenwachsen Europas engagiert sich die Flugsicherung in zukunftsweisenden europäischen Projekten wie z. B. einer gemeinsamen europäischen Flugdatenbank und einem Satellitensystem.

| ots

Weitere Berichte zu: APEG Luftfahrzeugannäherung Luftraum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen
26.06.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie