Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pläne und Spardosen für Lastwagenfahrten

12.11.2003


Der Berg kreißt und gebiert eine Maut. Bis der Autobahn-Wegezoll für Lkw endgültig eingetrieben werden kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Das gibt Speditionen und Verladern noch etwas Gelegenheit, sich auf die bald anfallenden zusätzlichen Kosten vorzubereiten. Ein kostenloser Online-Mautrechner, der vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und der VCE Verkehrslogistik Consulting & Engineering GmbH entwickelt wurde, gibt einen ersten Überblick über entstehende Gebühren. Der Nutzer braucht im Internet lediglich Start, Ziel, Schadstoffklasse sowie die Achsenzahl des Lastwagens einzugeben und erhält einen Mausklick später die Rechnung präsentiert. Die Kalkulation basiert auf den aktuellen Straßendaten und Berechnungsvorschriften. In abgewandelter Form ist der Mautrechner Teil des VCE-Softwarepakets FRAME, das sich speziell an Verlader richtet. »Mit diesem Frachtkostenmanagement können sie die Offerten verschiedener Speditionen schnell miteinander vergleichen«, sagt VCE-Geschäftsführer Dr. Hans-Thomas Nürnberg. »Bisher war das reichlich mühsam.«



Eine Software für Speditionsdienstleister liefert die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungswirtschaft ATL aus Nürnberg, die Teil des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS ist. Transporteure stehen ständig vor der Herausforderung, ihre Fernverkehrslinien so zu gestalten, dass möglichst wenig Leerfahrten anfallen. Im Auftrag der Firma CargoNetwork GmbH & Co KG im hessischen Bad Hersfeld entwickelten die Fraunhofer-Logistiker das Programm CARGOplan. Bei der Neuplanung eines Netzwerks von Speditionspartnern waren bei einigen hundert Aufträgen drei Sachbearbeiter bisher über mehrere Wochen beschäfigt. Kommen weitere Aufträge hinzu, ist eine Integration per Hand zu zeitraubend. »Wir beherrschen auch ein großes Netzwerk noch gut«, betont Jürgen Klein, Geschäftsführer von CargoNetwork. »Für die Planung genügt nun ein Tag.«

... mehr zu:
»CARGOplan »CargoNetwork »Maut »Spedition


Über CARGOplan können viele verschiedene Parameter abgefragt werden, die für die Wirtschaftlichkeit einer Spedition relevant sind. »Beispielsweise lässt sich simulieren, wie hunderte neuer Aufträge die Ertragssituation des Gesamtnetzes beeinflussen«, erklärt ATL-Wissenschaftler Steffen Leck. Ergebnis der Software ist ein kompletter Linienfahrplan. Dazu gehören Abfahrts- und Ankunftszeiten, Fahrstrecken sowie Tour- und Stückkostenrechnung. Wann immer die Maut kommt - bereits jetzt lässt sich mit solchen Planungen viel Geld einsparen.

| Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/german/press/pi/index.html

Weitere Berichte zu: CARGOplan CargoNetwork Maut Spedition

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften