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Umweltsieger Bahn lässt Auto, LKW und Flugzeug weit hinter sich

20.10.2003


In Sachen Umwelt haben die Bahnen die Nase vorn: Die Bahnen sind nach den aktuellen deutschen Umweltdaten das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel, weit vor Auto, LKW und Flugzeug. Auf diesen Umweltvorsprung der Bahnen gegenüber ihren Konkurrenten auf der Straße und in der Luft wiesen die Allianz pro Schiene und ihre Mitgliedsverbände NABU und BUND anlässlich der Präsentation des Umweltberichts der Deutschen Bahn am Montag in Berlin hin. "Die Bahnen in Deutschland sind Energie sparender, nehmen weniger Fläche in Anspruch und stoßen weniger klima- und gesundheitsschädliche Schadstoffe aus", erklärten Gerd Billen vom NABU und Richard Mergner vom BUND. Beide sind Vorstandsmitglieder der Allianz pro Schiene.

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Ein Umweltvergleich der Verkehrsträger, den die Allianz pro Schiene durchgeführt hat, zeigt auf, wie groß der Umweltvorsprung der Bahnen im Einzelnen ist. So verursachen Auto und Flugzeug im Personenverkehr bis zu dreimal mehr gesundheitsgefährdende Schadstoffe wie Stickoxide und Rußpartikel. In der Umweltkategorie Energieverbrauch sind die Bahnen doppelt so effizient wie PKW und Flugzeug. Darüber hinaus verbraucht die Schiene nur ein Viertel der Fläche, die die Straße beansprucht. Gerd Billen, Geschäftsführer des NABU: "Die Bahnen sind gesünder und sparsamer. Eine nachhaltige Verkehrspolitik muss zudem den Flächenverbrauch stärker beachen. Die Verkehrswege in Deutschland beanspruchen mittlerweile eine Fläche von der Größe Thüringens."

Der LKW schneidet in der Ökobilanz des Verkehrs besonders schlecht ab: LKW verbrauchen für dieselbe Transportleistung viermal mehr Energie als die Bahnen. Dabei stoßen sie 12-mal mehr krebserzeugende Rußpartikel und 5,4-mal mehr klimaschädliche Treibhausgase aus. "Die Bundesregierung wird ihr Klimaschutzziel verfehlen, wenn sie die vorliegenden Umweltdaten des Verkehrs nicht ernst nimmt. Danach muss es heißen: Schiene vor Straße", sagte Richard Mergner, Verkehrsexperte des BUND. Mergner verwies in diesem Zusammenhang auf eine Studie des DIW, der zufolge die CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs bis 2020 um 43% steigen werden.


Der Umweltvergleich der Verkehrsmittel basiert auf Daten und Methoden des Umweltbundesamtes und des Instituts für Energie- und Umweltforschung IFEU.

Frauke Lendowsky | Allianz pro Schiene
Weitere Informationen:
http://www.allianz-pro-schiene.de

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