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Erste Fußgängernavigation besteht Praxistest

17.10.2003


Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts IMAGE hat die Fußgängernavigation der PTV AG, Karlsruhe, erfolgreich die Testphase durchlaufen. Die mobile Lösung ist interessant für die Tourismusbranche oder Städte, die ihren Besuchern und Bürgern ein intelligentes Informationstool an die Hand geben wollen. Um an sein Ziel gelotst zu werden, benötigt der Fußgänger eine Bluetooth-fähige Ausrüstung mit Handy, iPaq und GPS-Maus.



Die Routenanfrage wird von der Software ptv NaviGuide in der Servicezentrale der PTV beantwortet und die Route auf den iPaq übertragen. So sieht der Fußgänger auf detaillierten digitalen Karten, wo es lang geht. Der Vorteil bei der zentralen Bereitstellung der Daten: Der Systembetreiber kann all seinen Kunden jederzeit topaktuelle, nutzerspezifische Netze und Informationen zur Verfügung stellen.



Praxistest bestanden

Das europäische Forschungsprojekt IMAGE will die Menschen in ihrer alltäglichen Mobilität unterstützen - und das europaweit. Dazu versorgen vernetzte und mobile Serviceleistungen den Nutzer unterwegs mit aktuellen, personalisierten und auf den jeweiligen Standort bezogenen Diensten. In den beiden Teststädten Tampere, Finnland, und Turin, Italien, haben ausgewählte Nutzer die Fußgängernavigation intensiv getestet und evaluiert. Da sie ortskundig waren, konnten sie auch gleich beurteilen, ob sie auch wirklich auf dem besten Weg unterwegs waren. Den Praxistest hat die Fußgängernavigation der PTV AG bestanden.

it Tragekomfort gut zu Fuß

Um den richtigen Weg zu finden, stellt der Fußgänger seine Routenanfrage über das mobile Endgerät an die PTV-Servicezentrale. Dort wird Route mit aktuellstem Kartenmaterial berechnet und via GPRS an den i-Paq übermittelt. Dabei überträgt das hochpräzise Navigationssystem einen Routenkorridor. Das bedeutet, der Nutzer wird auch zum Ziel gelotst, wenn er die “optimale” Route verlässt.

Die nötigen Geräte stören hierbei nicht beim Spazieren: Sie kommunizieren über Bluetooth ohne jeglichen Kabelsalat. GPS-Maus und Handy können bequem in der Brusttasche verschwinden oder lassen sich in einem entsprechenden Halter beispielsweise am Hosenbund befestigen.

Individuelle Wege gehen

Die Routen sind speziell auf die Bedürfnisse von Fußgängern angepasst. Anders als bei der Navigation für Autofahrer stehen also beispielsweise Einbahnstraßen in alle Richtungen offen. Bei geeigneter Netzabdeckung werden auch Waldwege oder Wege durch öffentliche Anlagen, wie Parks, in der Routenberechnung miteinbezogen.

In die Karten können Points of Interest (POI), beispielsweise Sehenswürdigkeiten, Hotels oder Restaurants, integriert werden, die auf die persönlichen Vorlieben des Benutzers abgestimmt sind. Tippt er beispielsweise einen POI auf dem Touchscreen an, öffnet sich ein Fenster, das Zusatzinfos wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder aktuelle Events enthält.

Offen für weitere Endgeräte

Die Client-Software für den PDA und für Smartphones wurde von der 3SOFT GmbH entwickelt, einem führenden Unternehmen im Bereich Embedded Software in Deutschland. Die Software ist so konzipiert, dass sie sich für verschiedenste Arten von Endgeräten eignet.

| PTV
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-952.html
http://www.ptv.de

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