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Entwicklung der internationalen Automobilmärkte

11.08.2003


Westeuropa: Stabilisierung der Pkw-Nachfrage setzt sich im Juli fort - Dieselboom hält an / USA: Deutsche Hersteller im Juli erfolgreich - Light Trucks immer beliebter

In Westeuropa haben sich die Pkw-Neuzulassungen nach dem guten Juni-Ergebnis weiter stabilisiert. Mit 1,29 Mio. abgesetzten Fahrzeugen fielen sie im Juli 1 Prozent höher aus als im Juli 2002. Dieser Anstieg ist vor allem auf die erfreulichen Absatzergebnisse in Italien (+8 Prozent) Spanien (+6 Prozent) und Deutschland (+2 Prozent) zurückzuführen, nachdem in diesen Ländern zu Beginn des Jahres noch Einbußen zu verzeichnen waren. Auch in Großbritannien und in einigen skandinavischen Ländern fiel der Absatz deutlich robuster aus als erwartet. Allerdings ist das gute Juli-Ergebnis teilweise auch auf verstärkte Marketingmaßnahmen und Kaufanreize zurückzuführen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden mit insgesamt 8,85 Mio. Fahrzeugen 2 Prozent weniger Pkw in Westeuropa abgesetzt als ein Jahr zuvor.

Während die im ersten Halbjahr 2003 in Westeuropa neu in den Verkehr gebrachten Personenkraftwagen mit Ottomotor um 6 Prozent zurückfielen, legten die Verkäufe von Diesel-Pkw gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 3 Prozent zu. Damit erhöhte sich der Dieselanteil an den insgesamt in Westeuropa neu zugelassenen Pkw im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozentpunkte auf 42,1 Prozent, vor fünf Jahren lag dieser Anteil erst bei 25,0 Prozent. Die modernen, leistungsstarken und verbrauchsarmen Diesel-Pkw sind für die Kunden in Westeuropa immer attraktiver geworden. Den Spitzenplatz beim Dieselanteil an den Neuzulassungen in Westeuropa nahm auch im ersten Halbjahr 2003 Österreich ein, wo inzwischen 71,4 Prozent der neu zugelassenen Pkw einen Diesel unter der Haube haben. An zweiter Stelle lag Belgien (67,4 Prozent), gefolgt von Frankreich (67,1 Prozent). Deutschland lag mit einem Anteil von 38,7 Prozent leicht unter dem westeuropäischen Durchschnitt. Der Diesel ist eine Domäne der europäischen und in erster Linie der deutschen Hersteller - jeder zweite in Westeuropa neu zugelassene Diesel-Pkw trug in den ersten fünf Monaten 2003 das Markenzeichen einer deutschen Konzernmarke.

In den USA steigerten die deutschen Anbieter ihre Verkäufe von Light Vehicles im Juli um 2 Prozent, während der Gesamtmarkt 1 Prozent schwächer ausfiel. Modellbedingt stieg ihr Absatz vor allem im Segment der Light Trucks deutlich (+30 Prozent). Die Verkäufe deutscher Pkw lagen mit 69.700 Fahrzeugen lediglich 1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, während die drei großen amerikanischen Anbieter 14 Prozent weniger traditionelle Pkw absetzten. Insgesamt bauten die deutschen Hersteller ihre Position auf dem von Rekord-Rabatten geprägten US-Markt weiter aus. Von Januar bis Juli 2003 lag ihr Absatz mit 523.500 Light Vehicles lediglich 1 Prozent unter Vorjahresniveau (Marktanteil: 5,4 Prozent). Im klassischen Pkw-Bereich setzten sie mit 469.800 Fahrzeugen fast ebenso viele Pkw ab wie im Vorjahr und erhöhten ihren Marktanteil von 9,7 Prozent auf 10,3 Prozent.

Auf dem US-Markt wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mit insgesamt 9,72 Mio. Fahrzeugen 2 Prozent weniger Light Vehicles verkauft. Der Pkw-Absatz verzeichnete dabei einen Rückgang um 6 Prozent, während die Verkäufe von Light Trucks gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Prozent zulegten. Damit entscheiden sich immer mehr amerikanische Käufer für Light Trucks, zu denen neben den Pick-ups und Vans auch die Sport Utility Vehicles (SUV) und die Lifestyle-geprägten Crossover-Modelle gehören. Der Anteil dieser Fahrzeugkategorie an den insgesamt in den USA abgesetzten Fahrzeugen erhöhte sich bis Juli 2003 auf über 53 Prozent (2000: 49,0 Prozent, 1990: 32,8 Prozent).



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Eckehart Rotter
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