Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Solarbetriebenes Propeller-Flugzeug fliegt 40 Kilometer hoch

25.06.2003


Britische Flugzeugbauer wollen Limit der Technologie ausloten

... mehr zu:
»Propeller-Flugzeug »Zephyr

Zephyr-3, ein solarbetriebenes Propeller-Flugzeug, soll in den kommenden Monaten die schwindelerregende Höhe von 40 Kilometer über dem Grund erreichen. Mit dem ehrgeizigen Projekt wollen die britischen Hersteller nach Angaben von BBC-Online die Limits der Luftfahrttechnik ausloten. Bisher erreichten nur das Space-Shuttle und experimentelle Raketenflugzeuge diese Höhe. In der Stratosphäre soll Zephyr-3 Fotos eines heliumgefüllten Ballons schießen.

Doch Zephyr-3 von der Herstellerfirma QinetiQ, einem kommerziellen Ableger des britischen Verteidigungsministeriums, soll mehr sein als eine bloß hochfliegende Kamera. QinetiQ will die umweltfreundlichen Propellerflugzeuge als permanente "Stationen" am Himmel sehen. Die Nurflügelflugzeuge sollen Funktionen von Satelliten wie etwa Unterstützung der Mobiltelefonie in entlegenen Gebieten, Umweltmonitoring und Beobachtungen nach Umwelt- oder Naturkatastrophen übernehmen. Auch militärische Funktionen könnten die unbemannten Flugzeuge übernehmen. Die größte technische Herausforderung ist allerdings der Nachtbetrieb der solarbetriebenen Flieger.


Dass die Konkurrenz jenseits des großen Teichs ebenso an solchen Flugzeugen arbeitet, ist den Briten nicht verborgen geblieben. Die Raumfahrtbehörde NASA betreibt ein ähnliches Flugzeug namens Helios, das bereits Höhen von 29 Kilometer erreicht hat. Nur diese Marke scheint die endgültige Grenze von Helios zu sein. Der britische Zephyr mit einer Flügelspannweite von zwölf Metern und einem Gesamtgewicht von etwas mehr als zwölf Kilogramm ist wegen seiner geringen Größe besser für die größeren Höhen geeignet. Kohlenfaserverstärkte Flügel und Solarzellen, die einen Kilowatt Strom für die fünf Motoren herstellen, sind die optimalen Voraussetzungen für die Leistung von Zephyr. Eines der größten technischen Probleme war die Überbrückung der Temperaturunterschiede in diesen Höhen. Bei Tag erwärmen sich die Flügel durch die ungeschützte Sonnenbestrahlung extrem, bei Nacht fallen die Temperaturen auf minus 50 Grad Celsius. Ein spezielles Schmiermittel musste gefunden werden, das Teile des Motors vor diesen Umwelteinflüssen schützen kann.

Beim Start bis in neun Kilometer Höhe wird Zephyr selbst ein Passagier unter der Gondel des Ballons sein. Dann werden die Motoren von einem Ballonpiloten gestartet und das Flugzeug wird sich in die Foto-Position bringen ehe es in langsamen Kreisen aufsteigt. Bei Erreichen der endgültigen Höhe wird Zephyr-3 mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 Meter pro Sekunde fliegen. Innerhalb der kommenden Monate wird Zephyr seinen Jungfernflug antreten. Fest steht, dass die British Airways Concorde nach Nordamerika ihre Flugroute ändern muss, damit Zephyr-3 freien Flug nach oben hat.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk
http://www.qinetiq1.com

Weitere Berichte zu: Propeller-Flugzeug Zephyr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Augmented Reality in der Logistik: Packen mit der Datenbrille
02.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik

nachricht Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie
19.04.2018 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics