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EU-Projekt nutzt Internettechnologie zur Entwicklung eines Eisenbahnkommunikationssystems

16.04.2003


Im Rahmen eines EU-Projekts werden neue Kommunikationstechnologien zur Verbesserung des europäischen Eisenbahnsystems entwickelt.



Das Projekt "integrierte Kommunikationssysteme für intelligente Bahnanwendungen" (TrainCom) wird im Rahmen des Programms "Technologien der Informationsgesellschaft" des Fünften Rahmenprogramms (RP5) gefördert. An dem Projekt sind 13 Partner aus fünf Mitgliedsstaaten sowie aus Rumänien beteiligt. Es verfügt über einen Gesamthaushalt von über acht Millionen Euro.



Derzeit kommt für die Züge in Europa der digitale Netzstandard "train communication network" (TCN - Bahnkommunikationsnetz) zum Einsatz, der eine Interoperabilität zwischen der Bahnausrüstung und den Geräten verschiedener Hersteller ermöglicht, die sich an Bord desselben Zuges befinden. Das TCN bedeutete einen wesentlichen Durchbruch für das europäische Eisenbahnsystem, wobei jedoch einige der Auffassung sind, dass zur Verbesserung der Interoperabilität noch mehr getan werden muss.

Ziel von TrainCom ist es, das bereits etablierte Bordkommunikationsnetz in ein neu entwickeltes Bodensystem zu integrieren, das eine Bahnversion der GSM-Funkverbindung (global system for mobile communications) nutzt. Mit Hilfe von Internet-Lösungen wie beispielsweise erweiterbaren Textauszeichnungssprachen (XML) und dem Standard-Kommunikationsprotokoll des Internet (TCP-IP) können Mitteilungen rasch von und zu Bodensteuerungsdatenbanken und anwendungen übertragen werden.

Man geht davon aus, dass durch diesen allumfassenden Fernzugriff auf Bordausrüstungen eine neue Standardplattform entwickelt werden kann, die eine Reihe von Anwendungen unterstützt, wie beispielsweise Informationen für die Reisenden, Fernüberwachung, Wartung und Fernsteuerung.

Durch solche Anwendungen werden Bahnreisen in Europa tatsächlich effizienter. Das bedeutet, dass den Reisenden die aktuellsten Informationen zu Zielorten, Strecken, Verspätungen, Ankunftsbahnsteigen und Anschlüssen zur Verfügung stehen. Außerdem werden Angaben zu Reservierungen direkt von einem bodengestützten Büro aus zum Zug hinaufgeladen. Dadurch verkürzt sich die Reservierungsfrist vor der Abfahrt des Zuges und es wird sichergestellt, dass aktualisierte Informationen an Bord verfügbar sind, damit die Reisenden ihre Sitzplätze finden oder überprüfen können.

Die Tests befinden sich nunmehr in der Endphase, und für das zweite Halbjahr 2003 sind verschiedene Demonstrationen des Systems geplant.

| Cordis News
Weitere Informationen:
http://www.traincom.org/

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