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Fahrerlose Autos bald bereit für die Straße?

13.02.2003


Forscher der Griffith University in Queensland, Australien, haben eine Technologie entwickelt, die dazu führen könnte, dass sich in naher Zukunft fahrerlose Autos auf unseren Strassen bewegen.



Ingenieurwissenschaftler der Mikroelektronik am Intelligent Control Systems Laboratory (ICSL) der Universität haben eine Software und Hardware entwickelt, die es Fahrzeugen erlaubt, alltägliche Fahrthandlungen in gegenseitiger Abstimmung ohne menschlichen Einfluss durchzuführen.

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Projektleiter Professor Ljubo Vlacic zufolge hat das Team kürzlich die vermutlich weltweit erste, unter Strassenbedingungen abgehaltene, Demonstration einer kooperativen Fahrlösung für eine Kreuzung ohne Ampel sowie für ein Überholmanöver durchgeführt. Die dabei eingesetzten Wagen waren für die Stadt konzipierte autonome Strassenfahrzeuge.

"Das Ziel unserer Forschungsarbeit ist es, den Transportindustrie-Sektor neu zu gestalten, indem wir Fahrzeug-immanente kooperierende Fahrtsysteme entwickeln, die menschliche Fahrer nicht nur überstimmen sondern auch ersetzen könnten," so Professor Vlacic.

Das Vermögen fahrerloser Autos über direkte Kommunikation zu interagieren, aber autonom zu handeln, ist Professor Vlacic zufolge entscheidend für eine erfolgreiche Implementation eines ortsweiten Transportsystems.

"Die von uns entwickelte Technologie ermöglicht die Koexistenz vieler autonomer Fahrzeuge auf den Strassen, die in Kooperation miteinander, aber auch zeitgleich mit von Menschen gelenkten Autos fahren können," erklärt Professor Vlacic. "Zusätzlich zu den positiven Auswirkungen, die das System auf die Gesellschaft haben könnte, indem es Strassenverstopfung, Verkehrslärm und Energieverbrauch reduziert, besteht ein großer Vorteil der Technologie darin, dass die Sicherheit auf den Strassen verbessert werden kann, da das Risiko von Fahrerfehlern reduziert wird."

Professor Vlacic zufolge hat die Technologie schon jetzt einen Entwicklungspunkt erreicht, an dem sie in Gebieten mit niedrigem Verkehrsaufkommen, wie in Ferienparks, eingesetzt werden kann. Die Technologie könnte in naher Zukunft auch auf Vorstadtstrassen für einen Tür zu Tür Service eingesetzt werden, der das bestehende öffentliche Verkehrsnetz ergänzt, indem er Fahrgäste zu Bus- oder Bahnstationen transportiert.

Weitere Informationen in englischer Sprache:
Professor Ljubo Vlacic - Tel.: 0061-7-3875 5024
Anthony Coates (Communications Officer) - Tel.: 0061-7-5552 8654 oder Mobil: 0061-419 649 516

Der Australische Hochschulverbund IDP / Institut Ranke-Heinemann ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen Hochschulen in Deutschland, zuständig für Studienberatung, Studienplatzbewerbung, Einschreibung und Wissenstransfer. Er arbeitet not-for-profit und repräsentiert australische Forschung und Lehre weltweit. Als erste Kontaktadresse für sämtliche Fragen zu Studium und Wissenschaft für Studierende, Presse, Bildungseinrichtungen und Regierungsorganisationen kann er auch bei Fachfragen gezielt Ansprechpartner in Australien vermitteln.

Sabine Ranke-Heinemann | idw

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