Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PDA-gestützte Erhebung des Verkehrsverhaltens

21.01.2003


COMPAQ unterstützt Forschungsprojekt



Erhebungen des Verkehrsverhaltens liefern notwendige Daten z.B. für die EDV-gestützte Prognose der Verkehrsnachfrage. Der Einsatz neuer Technologien, wie zum Beispiel sogenannter "Personal Digital Assistants" (PDA), ermöglicht die Erfassung verbesserter Daten sowie eine Verringerung der Belastung der Befragten und eine effizientere Verarbeitung der erfassten Daten.

... mehr zu:
»ILUMASS »RWTH »Verkehrsverhalten


Im Rahmen des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojektes ILUMASS (Integrated Land-Use Modelling and Transportation System Simulation) wird vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der RWTH Aachen eine Studie zur Erhebung des individuellen Planungs- und Verkehrsverhaltens durchgeführt. 400 zufällig ausgewählte Personen aus dem Stadtgebiet Dortmund wurden in 8 aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten jeweils mit einem Personal Digital Assistant ausgestattet und konnten über einen Zeitraum von einer Woche ihr Verhalten dokumentieren. Die Geräte wurden für die gesamte Erhebungsdauer freundlicherweise von der Firma COMPAQ zur Verfügung gestellt, wodurch der Projektfortschritt und das Forschungskonzept wesentlich unterstützt wurden. Das Projekt ILUMASS wird partnerschaftlich vom Zentrum für Angewandte Informatik (ZAIK) der Universität zu Köln, vom Institut für Raumplanung IRPUD der Universität Dortmund, vom Lehr- und Forschungsgebiet Umweltverträgliche Infrastrukturplanung (LUIS) der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal, dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen, dem Institut für Theoretische Psychologie der Universität Bamberg und dem Institut für Verkehrsforschung des DLR e.V. Berlin (Koordination) bearbeitet.

Mit Hilfe der zunächst speziell für die Erhebung im Projekt ILUMASS konzipierten und erstell-ten Software EX-Act, unter inhaltlich-konzeptioneller Federführung des ISB und durch die Firma interactive instruments GmbH Bonn umgesetzt, ist es erstmalig möglich das Planungsverhalten in Bezug auf durchzuführende und bereits durchgeführte Aktivitäten der Testpersonen zu dokumentieren. Die Kombination aus Software-gesteuerter Aufzeichnung und manueller Eingabe der gewünschten Daten durch die Probanden wird durch die ständi-ge Verfügbarkeit und die situationsabhängige Anwendung des Instrumentes erreicht. So werden alle Einträge der Probanden zeitlich protokolliert. Abhängig von der Nutzung des Geräts, der Art der eingegebenen Daten und der Art der Eingabe nimmt die Software Datenbankeinträge vor, so dass über die gesamte Zeit der Erhebung eine Historie der letztendlich durchgeführten Aktivitäten und Wege sowie der für diese Aktivitäten vorgenommenen Planungsschritte vorliegt.

Aus der Analyse dieser so erstellten 400 Datensätze erhoffen sich die Forscher der RWTH Aachen Hinweise auf die dem beobachteten Verkehrsverhalten zugrunde liegenden Pla-nungsschritte von Personen sowie auf Ursachen der Unterschiede und Ähnlichkeiten im Verhalten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann in ein Modell des Planungsverhaltens einfließen, um im Rahmen einer komplexen Computersimulation szenarienhafte Vorhersagen zum Verkehrsgeschehen treffen zu können.

Die bereits bei der Konzeption festgelegte modulare Struktur der Erhebungssoftware ermöglicht dabei den breiten Einsatz im Rahmen von Verkehrsverhaltenserhebungen auch ausserhalb des derzeitigen Forschungsprojektes. So können Funktionalitäten über sogenannte "settings" datenbankgesteuert zu- oder abgeschaltet werden.

Die guten Erfahrungen während der Erhebung sowohl mit der Software wie auch der Dateneingabe und der Gerätenutzung durch die Probanden ermutigen die Forscher die Möglichkei-ten solcher "neue" Techniken und Vorgehensweisen weiter zu erforschen und die Praxistauglichkeit zu prüfen. Weitere Vereinfachungen für den Befragten und Verbesserungen der Genauigkeit können sich z.B. durch die Kopplung mit Ortungssystemen (wie z.B. GPS) ergeben, wenn über geeignete Algorithmen bereits durch das System ein Aufenthalt als Aktivität oder als Weg "erkannt" wird, und der Nutzer nur noch die Korrektheit der bereits vorliegenden zeitlich-räumlichen Information bestätigen braucht.

An dieser Stelle sei nochmals den Teilnehmern der Erhebung aus der Stadt Dortmund für Ihre Bereitschaft und Geduld sowie insbesondere der Firma COMPAQ für die freundliche Unterstützung gedankt.

Dipl.-Ing. Guido Rindsfüser
Guido.Rindsfueser@rwth-aachen.de
Tel: +49 (0)241 802 6204
Fax: +49 (0)241 802 2247
RWTH Aachen
Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann
Mies-van-der-Rohe-Straße 1
52074 Aachen

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.ilumass.de

Weitere Berichte zu: ILUMASS RWTH Verkehrsverhalten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Zurück im Depot: AERO-TRAM schließt Messungen ab
13.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften