Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TA-Akademie: Optimierte Netzsteuerung reduziert Stauzeiten um bis zu 30 Prozent

16.01.2003


Besonders bei enormen Spitzenbelastungen etwa nach dem Ende von Großveranstaltungen ist eine Optimierung der kommunalen Verkehrsnetze mit Hilfe moderner Steuerungstechnik sinnvoll. Das ist ein Ergebnis der Tagung der Akademie für Technikfolgenabschätzung (TA-Akademie), bei der sich am 15. Januar 2003 rund 60 Verkehrsexperten aus Kommunen und Verbänden in Stuttgart-Hohenheim über die neuesten Entwicklungen der Telematik und digitalen Netzsteuerung informiert haben. "Gerade den Planern und Entscheidern vor Ort sind die großen Möglichkeiten der Netzsteuerung vielfach noch nicht bewusst", bilanziert Dr. Marcus Steierwald, Projektleiter Verkehr an der TA-Akademie die Ergebnisse der Tagung. Auch im normalen Feierabendverkehr könnten die Verlustzeiten an Ampeln um rund 20 bis 30 Prozent reduziert werden, wenn die Schaltungen optimiert und dem Verkehr angepasst seien. Insbesondere in den mittleren Städten von der Größe Waiblingens, Pforzheims oder Ravensburg fehlten bisher aber entsprechende Ini-tiativen zur Modernisierung der Netze. Häufig hapere es auch an der politischen Vermittlung vor Ort, um die Dringlichkeit dieser Aufgabe deutlich zu machen und die dafür nötigen Mittel loszueisen.



"Optimierung der Netze heißt nicht Reduktion der individuellen Ampelstops, etwa durch die grünen Welle, sondern eine deutliche Reduktion der Stausituationen in einer Kommune insgesamt", so Steierwald. Der Zuschlag für eine Verkehrszentrale in Baden-Württemberg, die mit 20 Millionen Euro vom Bund bezuschusst wird, biete jetzt die Chance, auch das Datennetz in kleineren Kommunen zu modernisieren. Um die Netzoptimierung zu steuern und kritisch zu begleiten bedürfe es gerade Einrichtungen wie der TA-Akademie, sagte Steierwald mit Blick auf die bevorstehende Schließung seiner Einrichtung zum Jahresende.

... mehr zu:
»Datennetz »IVM »Netzsteuerung »TA-Akademie


"Derzeit scheitern größere Optimierungen vielfach, weil jede Kommune eigene, inkompatible Datennetze verwendet", so Dr. Bernd Schuster, Leiter der Gesellschaft IVM in Frankfurt. Die im Mai 2002 gegründete IVM soll deshalb endlich ein integriertes Verkehrsmanagement in der Region Frankfurt-Rhein-Main koordinieren und umsetzen, das über kommunale, Kreis- und Ländergrenzen hinweg funktioniert. "Erst wenn das Informationssystem hochwertige, ehrliche, dynamische und aktuelle Daten bietet, sind die Autofahrer bereit, ein solches System zu nutzen und dafür eventuell sogar noch Geld zu bezahlen", sagte Schuster. Dies bes-tätigte Prof. Günter Sabow vom Institut für Verkehr und Umwelt (IVU) in Stuttgart: Danach ergab eine von ihm in Auftrag gegebene Umfrage, dass derzeit nur 21 Prozent von 1500 befragten jungen Autofahrern im Alter zwischen 23 und 27 Jahren bereit wären, für Verkehrsinformationen der heute üblichen Qualität Geld zu bezahlen.

Ansprechpartner: Dr. Marcus Steierwald,
Tel: 0711/9063-107 E-Mail: marcus.steierwald@ta-akademie.de

Markus Geckeler, Tel: 0711/9063-222
E-Mail: markus.geckeler@ta-akademie.de

Dr. Birgit Spaeth | idw

Weitere Berichte zu: Datennetz IVM Netzsteuerung TA-Akademie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE