Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Navigationssystem der Zukunft präsentiert

06.11.2002


Auch Umwelt- und lokale Gefahrenmeldungen werden ins Auto übertragen


Das Telematik- und Navigationsterminal, eingebaut in ein Ford Galaxy-Versuchsfahrzeug, berechnet und empfiehlt individuelle Ausweichrouten aufgrund der aktuellen Stau- und Warnmeldungen. Voraussetzung dazu sind neuartige dynamische Routingverfahren zur intelligenten Verkehrssteuerung, die die FFA-Ingenieure ebenfalls entwickelt haben. Darüber hinaus wurde ein weiterer Ford Galaxy-Prototyp mit Umwelt-Analysegeräten ausgestattet, die während der Fahrt Daten zur Luftqualität sammeln und auswerten. In Kombination ergeben sich daraus hochaktuelle, vor allem aber individuelle Routenempfehlungen, die von der lokalen Gefahrenmeldung über Informationen zur aktuellen Verkehrslage bis hin zu Umweltdaten sämtliche für den Fahrer relevanten Informationen berücksichtigen - davon profitieren beispielsweise Menschen mit Asthma. Auch können so etwa Warnungen vor Geisterfahrern oder Unfällen ohne den heute noch üblichen Zeitverlust direkt im Auto empfangen werden.


Es handelt sich dabei, ein Jahr nach Projektstart, um die ersten Ergebnisse des insgesamt auf vier Jahre angelegten Telematik-Forschungsprogramms "Intelligenter Verkehr und nutzergerechte Technik" (INVENT), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Magdeburg ist eines der Testgebiete des INVENT -Teilprojekts "Netzausgleich Individualverkehr", an dem das FFA maßgeblich beteiligt ist. Projektpartner sind neben dem FFA das Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg, Radio Sachsen-Anhalt und die Robert Bosch GmbH.

Bei den herkömmlichen, bislang zum Einsatz kommenden Navigationsverfahren wird, zum Beispiel im Falle eines Staus, über das Radio (Verkehrsfunk) pauschal für alle Autofahrer die identische Ausweichroute vorgeschlagen. Die Folge: Oftmals verlagert sich der Stau lediglich auf eine andere Straße. Um dies künftig zu vermeiden, soll eine Art personalisierte Routenempfehlung sicherstellen, dass sich der Autoverkehr gleichmäßig auf das rund um den Stau vorhandene Straßennetz verteilt. Dazu erhält das fahrzeugeigene Navigationssystem von einer Leitstelle, die vor allem die Verkehrslage und -prognose sowie öffentliche Verkehrsmanagementstrategien berücksichtigt, eine individuell berechnete Routenempfehlung. Dank der dabei ebenfalls erfassten Umweltdaten (zum Beispiel Luftqualität) kann es sich bei dieser Routenempfehlung zugleich auch um eine Strecke mit einer möglichst geringen Luftbelastung handeln. Um die Kommunikation zwischen den einzelnen Fahrzeugen und der Zentrale (Leitstelle) zuverlässig sicherstellen zu können, werden die Daten im Testfeld Magdeburg mittels Digital Radio (DAB) übertragen.


"Die dynamische Navigation nach INVENT-Muster wird erheblich dazu beitragen, die Anzahl von Staustunden und die damit verbundene Umwelt- und Lärmbelastung zu senken. Insbesondere die gleichmäßigere Verteilung des Verkehrs ist auch unter volkswirtschaftlichen Aspekten von Vorteil. Deshalb halte ich die dynamisierte Navigation für einen Meilenstein auf dem Weg zu einem intelligenten, effektiven Verkehrsmanagement der Zukunft", sagte Rudi Kunze, Leiter des Ford Forschungszentrums Aachen.

Monika Wagener | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ford.com

Weitere Berichte zu: Navigationssystem Routenempfehlung Stau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten