Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sechzig Brennstoffzellen-Mercedes werden ab 2003 an ausgesuchte Kunden ausgeliefert

21.10.2002


Außen Mercedes A-Klasse, innen Brennstoffzelle: Sechzig F-Cell werden ab 2003 im Al


Nach dem Vorpreschen der japanischen Autokonzerne Toyota, Honda und Nissan präsentiert auch DaimlerChrysler ein ehrgeiziges Brennstoffzellenprojekt: Ab 2003 werden sechzig "F-Cell" an ausgesuchten Kunden in Europa, den USA, Japan und Singapur ausgeliefert. Das gab der deutsch-amerikanische Konzern nun bekannt.


Das neue Brennstoffzellenauto F-Cell basiert wie seine Vorgänger aus der NECAR-Serie auf der Mercedes A-Klasse. Das gesamte Brennstoffzellensystem findet dabei im Sandwichboden der Langversion des viel verkauften Kleinwagens Platz. Die zwei Drucktanks mit auf 350 bar komprimiertem Wasserstoff ermöglichen der F-Cell eine Reichweite von 150 Kilometern. Der Verbrauch entspricht dem Energie-Äquivalent von 4,2 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Die Fahrleistungen stehen einem gewöhnlichen Auto mit Verbrennungsmotor in nichts nach: Der Elektromotor leistet 65 kW (88 PS) und bringt das Auto in 16 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer in der Stunde, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 Kilometern/Stunde.

Die F-Cell ist aus einer Reihe von zwanzig Prototypen mit Brennstoffzellenantrieb hervorgegangen. Begonnen hatte die Entwicklung bei Daimler 1994 mit dem ersten NECAR, bei dem die Brennstoffzellentechnik noch den Laderaum eines Kleinbusses ausfüllte. Inzwischen ist es den Ingenieuren gelungen, Volumen und Gewicht des Antriebssystems soweit zu reduzieren, dass es ohne Platzeinbussen in einem gewöhnlichen Serienfahrzeug untergebracht werden kann.


Verglichen mit dem letzten A-Klasse-Testfahrzeug mit Druckgastank, dem NECAR 4, sei die F-Cell noch sehr viel seriennäher, erläutert Pressesprecherin Edith Meissner. Weder im Fahrgast- noch im Kofferraum erinnere irgendetwas an die im Fahrzeug steckende Brennstoffzellentechnik.

Zum Stückpreis der F-Cell will der Autokonzern bisher noch nichts sagen. Bei einem Versuchsfahrzeug, für dessen Entwicklung in den vergangenen Jahren Millionen ausgegeben wurden, sei eine solche Preisangabe ohnehin nicht sinnvoll, so Meissner. An welche Kunden in aller Welt die Testfahrzeuge verleast werden, darüber wird bei DaimlerChrysler noch verhandelt. Als Abnehmer kämen vor allem Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen in Betracht, die über eine Wasserstofftankstelle verfügen.

Mit der Entscheidung, die Autos mit gasförmigem Wasserstoff zu betreiben, habe sich der Konzern keineswegs auf diese Form des Energieträgers festgelegt, erläutert Meissner. Um das Brennstoffzellensystem an sich im Alltagsbetrieb zu testen, sei eben ein möglichst einfaches Fahrzeug von Vorteil – ohne Reformer, der nur weitere Unbekannten in sich birgt. Nach wie vor werde an der Weiterentwicklung von Brennstoffzellenautos gearbeitet, die Wasserstoff in Form von Methanol oder Natriumborhydrid mit sich führen. Diese Kraftstoff-Optionen wolle man sich auch in Zukunft offen halten.

Ulrich Dewald | Initiative Brennstoffzelle

Weitere Berichte zu: Autokonzern Brennstoffzellenauto F-Cell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Zurück im Depot: AERO-TRAM schließt Messungen ab
13.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie