Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Recklinghäuser Forscher rollen den Stadtverkehr im Ruhrgebiet neu auf

20.12.2000


So leicht wie in der Bildmontage soll in

Zukunft auch der kombinierte Verkehr mit Kleinauto und Transrapid

gehen. Von links nach rechts: Rolf Hermes, Stephan Keuchel und

Karl-Heinz Schweig. Fotos: FHG/Transrapid, Montage:

FHG/HT


... mehr zu:
»Stadtverkehr »Telefax
Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium fördert an der Hochschulabteilung Recklinghausen ein Forschungsprojekt zum Thema "Stadtverkehr". Vom Parkraummanagement bis zur verkehrlichen
Raumerschließung stehen viele Themen auf dem wissenschaftlichen Prüfstand.

Recklinghausen. Der Ballungsraum Ruhrgebiet vereint auf geringer Fläche viele Funktionen von Industrie, Wirtschaft, Konsum und Freizeit. Die Kehrseite dieser Konzentration hört man morgens und nachmittags in den Verkehrsnachrichten, wenn wieder mal alle Autobahnen im Ruhrrevier zu unfreiwilligen Stellflächen werden. Dem Stau den Kampf ansagen wollen in der Recklinghäuser Hochschulabteilung drei Professoren: Stephan Keuchel und Karl-Heinz Schweig, Experten für Verkehrssysteme, und Rolf Hermes, dessen Spezialität das Verkehrsverwaltungsrecht ist. Ihr Forschungsprojekt "Stadtverkehr" untersucht jedoch nicht nur den zähfließenden Verkehr, sondern sucht praxisorientiert die Faktoren, die den Stau verhindern helfen: Wie der öffentliche Schienenverkehr nicht nur Achsen, sondern Regionen erschließt, wie die Bahn dabei wirtschaftlicher sein kann, wie eine geschickte Kombination aus der Ausweisung von Siedlungsflächen und der Planung von Verkehrswegen Staus vorbeugt, wie innerstädtische Parkraumleitsysteme den Autofahrer an Parkhausmanagementsysteme weiterreichen können und nicht zuletzt wie öffentliche und private Finanzierung Hand in Hand arbeiten können. Besonders am Herzen liegt ihnen der kombinierte Verkehr, wenn der Reisende also beispielsweise mit dem eigenen Auto bis zur S-Bahn oder besser noch bis zum Metrorapid fährt, nach dem Zug auf ein Mietfahrzeug umsteigt und die Abrechnung bequem per Karte funktioniert.
Ein so umfangreiches Thema wie der Stadtverkehr erfordert zu seiner Verbesserung so viele Kräfte wie möglich. Daher wollen die drei Professoren den Kampf gegen das Verkehrschaos auch nicht allein aufnehmen. Schon jetzt stärken ihnen zwei Mitarbeiter den Rücken: Daniel Rump und Thorsten Most sind wissenschaftliche Mitarbeiter in der Recklinghäuser Hochschulabteilung und arbeiten im Stadtverkehr-Projekt mit. Die Professoren laden aber auch die Region ein, sich an dem Projekt mit Themenvorschlägen, eigener Recherche oder Auftragsforschung zu beteiligen. Schweig: "Die Finanzierung durch das Land kann bei einem so großen Thema wie dem Verkehr im Ruhrgebiet nur eine Anschubfinanzierung sein. Je mehr Kräfte wir bündeln können, je mehr Verkehrsinteressierte sich dem Zweckverbund anschließen, umso aussichtsreicher wird unsere Arbeit." Interessenten können ihn telefonisch erreichen unter (02361) 915-426 oder ihm unter der Nebenstelle -571 ein Fax schicken.
Das Land Nordrhein-Westfalen fand den Recklinghäuser Forschungsansatz so viel versprechend, dass das Wissenschaftsministerium für die nächsten drei Jahre insgesamt 360.000 DM an Fördergeldern bereit gestellt hat.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Stephan Keuchel, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Recklinghäuser Hochschulabteilung der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-428 oder 915-408 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-571, 
E-Mail: stephan.keuchel@fh-gelsenkirchen.de
Prof. Dr. Karl-Heinz Schweig, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Recklinghäuser Hochschulabteilung der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-426 oder 915-408 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-571, 
E-Mail: karl-heinz.schweig@fh-gelsenkirchen.de
Prof. Dr. Rolf Hermes, Fachbereich Wirtschaftsrecht der Recklinghäuser Hochschulabteilung der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-434 oder 915-400 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-500, 
E-Mail: rolf.hermes@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser (Pressestelle) | idw

Weitere Berichte zu: Stadtverkehr Telefax

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie
19.04.2018 | Forschungszentrum Jülich

nachricht HyperloopTeam aus Oldenburg und Emden in die dritte Runde gestartet
27.03.2018 | Hochschule Emden/Leer

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Moleküle brillant beleuchtet

23.04.2018 | Physik Astronomie

Sauber und effizient - Fraunhofer ISE präsentiert Wasserstofftechnologien auf Hannover Messe

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Fraunhofer IMWS entwickelt biobasierte Faser-Kunststoff-Verbunde für Leichtbau-Anwendungen

23.04.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics