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Verkehr besser vernetzen: BUND übergibt "Mobilcard" an Bundesverkehrsminister Bodewig

04.07.2002


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die bessere Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel verlangt. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, wurde heute Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig bei der Veranstaltung "Intelligente Mobilität - Schritte auf dem Weg zu einem nachhaltigen Mobilitätssystem" vor dem Bahnhof Berlin-Alexanderplatz eine sogenannte "Mobilcard" übergeben. Mit der Mobilcard-Idee will der BUND für eine optimale Vernetzung umweltverträglicher Verkehrsmittel wie Bahn, öffentlicher Personennahverkehr und Fahrrad mit Taxis, Leihwagen und Carsharing-Autos werben. Angelika Zahrnt, BUND-Vorstandvorsitzende: "Intelligent und umweltgerecht durch Deutschland reisen - das Motto der BUND-Mobilcard muss auch das Motto einer nachhaltigen Verkehrspolitik sein. Damit der mobile Mensch die verschiedenen Verkehrsmittel flexibler nutzen kann, müssen moderne Kommunikationsmittel eingesetzt werden: durch Verbesserung der Informationen über Reiseverbindungen vom Start bis zum Ziel sowie durch vereinfachte Buchung, Zugangsmöglichkeit und Bezahlung."

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Zahrnt und Bodewig sehen bereits erste Ansätze einer intelligenten Mobilität: Mit der adressgenauen Auskunft der Deutschen Bahn könne der Kunde schon jetzt seine gesamte Fahrtstrecke planen - einschließlich ÖPNV, Taxi und Fußweg. Mit der Weiterentwicklung der dynamischen Reiseinformation könne der Fahrgast in Zukunft vor und während seiner Reise aktuelle Abfahrtzeiten, Verspätungen und Ausweichrouten erfahren. Zunehmend einfach würden Fahrtbuchungen auch durch Telefon und Internet. Absehbar sei bereits das Ende des Fahrscheinverkaufs an Automaten - es würde durch ein chipkartengestütztes "Electronic Ticketing" abgelöst.

Zahrnt: "Mit der Verbesserung der Informationen und einem vereinfachten Zugang zu den Verkehrsmitteln werden zwei entscheidende Barrieren für die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel beseitigt: Das aufwändige Lesen von Fahrplänen und der oft noch umständliche Kauf von Fahrkarten gehören bald der Vergangenheit an. Wie beim privaten Auto gilt dann: Einsteigen und Losfahren."


Um Autofahrern das Umsteigen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern, muss das Angebot verbessert werden, im Bedarfsfall auch einen PKW zu nutzen. Das Carsharing-Angebot der DB Rent GmbH ermöglicht bereits die zentrale Buchung von Autos. Ergänzt wird es durch "Call A Bike" - den einfachen und kurzfristigen Fahrradausleih.

Rüdiger Rosenthal | ots
Weitere Informationen:
http://www.bund.net

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