Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherer Gepäcktransport mit RFID-Chip am Koffer

22.04.2008
Der Gepäcktransport zwischen den Flughäfen dieser Welt soll künftig mit RFID-Technik deutlich zuverlässiger werden. Siemens hat ein System entwickelt, das den am Koffer angebrachten Barcode durch einen Funkchip ersetzt.

Die neue Technik wird Lese- und somit Sortier- und Zustellungsfehler erheblich reduzieren. Das System wurde nun auf der Terminal Passenger Expo in Amsterdam gezeigt. Es hat eine Leserate der RFID-Chips von 99,9 Prozent – wesentlich höher als bei bisher verwendeten Barcodes.


Der Dachverband der Fluggesellschaften und Flughäfen IATA (International Transport Association) dringt bei ihren Mitgliedern darauf, die Gepäckstücke am Check-in-Schalter mit RFID-Chips zu kennzeichnen. D ie IATA schätzt nämlich das weltweite Einsparpotenzial durch solche RFID-Lösungen auf einen dreistelligen Millionenbetrag in Euro pro Jahr. Die Kosten entstehen durch fehlgeleitete oder verlorene Koffer. Oft kommen sie am Bestimmungsort nicht an, da am Gepäck befestigte Barcodes zerknüllt oder verdeckt sind. Ein Sortiergerät am Förderband liest die Daten schließlich nicht richtig ein und leitet die Koffer falsch weiter.

Auch bei der neuen Technik geben die Passagiere ihre Koffer beim Check-in ab und das Bodenpersonal befestigt eine Papierlasche daran. Integriert ist nun indes ein Funkchip mit Antenne, Mikroprozessor und Speicher zur Aufnahme aller relevanten Informationen. Dann werden die Koffer per Förderband durch einen Tunnel transportiert, der mit berührungsloser RFID-Schreib/-Lesetechnik ausgerüstet ist.

... mehr zu:
»Gepäcktransport »RFID-Chip

Die Daten werden in Echtzeit gelesen, mit effizienten Algorithmen schnell verarbeitet und dem übergeordneten Gepäckmanagementsystem bereit gestellt. Auch wenn der Funkchip ungünstig liegt, erkennt ihn das System eindeutig, weil kein Sichtkontakt wie beim Barcode erforderlich ist.

Im Airport Center in Fürth, dem Testflughafen von Siemens, wurde das System auf Herz und Nieren getestet. Mehr als drei Millionen Gepäckstücke zogen an den RFID-Empfängern in einer Geschwindigkeit wie an einem realen Flughafen vorbei und wurden dabei sortiert. (IN 2008.04.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Gepäcktransport RFID-Chip

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik