Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Velaro sorgt in Spanien und bald auch in China und Russland für kurze Reisezeiten

18.03.2008
UIC Highspeed 2008
Siemens hält bei Hochgeschwindigkeitszügen hohes Tempo

Der Siemens-Hochgeschwindigkeitszug Velaro setzt seine Erfolgsfahrt fort. Pünktlich zu den Olympischen Spielen in China werden ab August die ersten fünf von 60 georderten Hochgeschwindigkeitszügen in China rollen. Zudem wird sich zum Jahreswechsel 2008/09 der erste russische Velaro vom Siemens-Werk in Krefeld auf den Weg nach Russland machen.

„Wie zuletzt in Spanien wird der High-Tech-Triebzug der Siemens-Industrie-Division Mobility die Attraktivität und das Image des Schienenverkehrs in diesen Ländern deutlich steigern“, betonte Edzard Lübben, bei Siemens Mobility verantwortlich für die Highspeed-Züge, auf dem UIC Highspeed-Kongress in Amsterdam.

Mit der Eröffnung der Strecke Madrid Barcelona Ende Februar ist Spanien seinem Ziel, 2010 das dichteste Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa zu unterhalten, ein gutes Stück näher gekommen: Nur gut zweieinhalb Stunden braucht der Siemens Velaro E, der in Spanien als AVE S 103 firmiert, um die 621 Kilometer zwischen Madrid und Barcelona zurückzulegen – und das im Stundentakt. Die 26 in Deutschland entwickelten und in Deutschland und Spanien gebauten Züge – eine Weiterentwicklung des deutschen ICE 3 – haben damit eine neue Ära zwischen den beiden spanischen Metropolen gestartet. Herkömmliche Züge benötigten für die Strecke über sechs Stunden, eine Flugreise dauert immerhin 70 Minuten – plus Anreise zu den Flughäfen, Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen.

... mehr zu:
»Velaro

Für die Sicherheit der Velaro-E-Passagiere sorgen zwischen Madrid und Barcelona 144 Einheiten des Siemens-Zugsicherungssystems Trainguard im Zusammenspiel mit ETCS-Komponenten anderer Zulieferer auf der Strecke. Es war auch ein Velaro E, der im September 2006 mit 404 km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Serienzüge aufgestellt hat.

Rekordverdächtig ist auch die Arbeit von Siemens beim Ausbau des chinesischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs: Weniger als 24 Monate lagen zwischen der Vertragsunterzeichnung und dem Eintreffen des ersten Velaro-Zuges Ende Januar im Hafen der chinesischen Stadt Tjanjin. Zurzeit wird dieser Zug beim chinesischen Siemens-Partner in Tangshan in Betrieb gesetzt. Auch der zweite der insgesamt drei in Deutschland gebauten Züge befindet sich schon auf dem Seeweg nach China und wird dort Ende März erwartet. „Wir sind bei diesem Projekt ohne Zeitpuffer gestartet und werden punktgenau landen“, sagte Ernst Reuss. Projektleiter bei Siemens Mobility für den Velaro in China, auf der UIC.

Parallel dazu wird der erste von 57 beim Siemens-Partner Tangshan Locomotive & Rolling Stock Works in China gefertigten Züge Anfang April in Betrieb gesetzt werden. Damit liegt Siemens bei allen Zügen unter den Zeitvorgaben. Wie vom Kunden gewünscht werden zu den Olympischen Spielen im August fünf chinesische CRH 3 auf Basis der Velaro-Familie von Siemens die Besucher schnell durch China transportieren.

Auch der Bau der acht Velaros für Russland läuft planmäßig. Die Wagen des ersten Zuges werden bereits im Siemens-Werk in Krefeld montiert, die übrigen befinden sich in der Vorfertigung. Noch in diesem Jahr soll der erste Velaro RUS die Werkshallen in Krefeld Richtung St. Petersburg verlassen. Ab Februar 2009 soll sich dann monatlich ein Zug auf die Reise nach Russland machen.

Der Siemens-Sektor Industry ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassendem Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Motion Control und Osram. Mit weltweit rund 209000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 (30. September) einen Umsatz von etwa 40 Mrd. Euro (unkonsolidiert).

Die Siemens-Division Mobility ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete Mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete Mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnstromversorgung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr und zukunftsorientierte Servicekonzepte.

Siemens AG
Corporate Communications
and Government Affairs
Media Relations
80200 München
Informationsnummer: TS TR 200803.015 d
Pressereferat Industry/Mobility
Josef Hofmann
Postfach 3260, 91050 Erlangen
Tel.: +49-9131- 722219; Fax: -7 24598
E-mail: hofmann.josef@siemens.com

Josef Hofmann | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/industry
http://www.transportation.siemens.com/ts/de/pub/newsline/press_kits/uic.htm

Weitere Berichte zu: Velaro

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Lasersystem zur Rettung bei schweren Unfällen
29.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Autonomer Stadtbus: Sicher und zuverlässig unterwegs im Nahverkehr
28.11.2016 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie