Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

City-FCD: Autos liefern Staudaten für intelligente

23.05.2002


Viele Verkehrsinformationen, die Autofahrer zur Zeit über Radio, Internet oder Telefondienst abrufen können, sind unzureichend. Sie beziehen sich auf weit entfernte Verkehrsgebiete, sind oft zum Zeitpunkt ihrer Übermittlung bereits überholt oder haben für die individuelle Fahrtstrecke keine Relevanz. Für die Datenerhebung werden meist stationäre Verkehrsdetektoren eingesetzt, die im wesentlichen nur Daten zum Autobahnstraßennetz liefern. Informationen zu Autobahnzubringern, Umleitungsstrecken, Überland- oder Stadtstraßen stehen dem Autofahrer in der Regel nicht zur Verfügung.

Die Floating Car Data (FCD)-Technologie soll zukünftig aktuelle und individuelle Verkehrsinformationen über die gesamte persönliche Reiseroute bereitstellen. Die Verkehrslage wird durch eine im Verkehr mitfließende Stichprobenflotte erfasst. Dabei bewertet ein FCD-Fahrzeug anhand von Streckenattributen, die auf einer digitalen Karte hinterlegt sind, seine eigenen Positionsdaten und Geschwindigkeitsprofile und meldet diese Daten an eine Zentrale. Dort wird aus der Vielzahl der eingegangenen FCD-Einzelmeldungen eine Gesamtverkehrslage berechnet und durch weitere verkehrsrelevante Informationen ergänzt. Die Mobilitätsdienste sollen per Internet, SMS und WAP zugänglich sein.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) entwickelt in Zusammenarbeit mit der gedas Deutschland GmbH, der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen (HLSV) Komponenten sowohl für die Datenzentrale als auch für die fahrzeugseitigen Endgeräte. Am Fraunhofer IPK entsteht u. a. eine FCD-Content-Plattform, auf der geografisch referenzierte Verkehrsdaten aus unterschiedlichen Quellen gesammelt und verknüpft werden. Außerdem arbeiten die Experten des Fraunhofer-Instituts an einem Kurzzeit-Prognosesystem sowie an der prototypischen Bereitstellung von individuellen Mobilitätsdiensten, die sich an den persönlichen Präferenzen des Nutzers in Bezug auf Kosten, Zeit und Komfort orientieren. Neben Informationen zur aktuellen Verkehrslage liefern die Mobilitätsdienste Hinweise für Parkplätze, melden Behinderungen durch Baustellen und berechnen die Reisezeiten unter Berücksichtigung einer prognostizierten Verkehrslage. Ein Pendlerdienst liefert individuelle Verkehrsinformationen automatisch, situationsgerecht und auf das wesentliche reduziert.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden im Leitprojekt "WAYflow" im Rahmen der Initiative "Mobilität in Ballungsräumen" seit 1998 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Gemeinsam mit allen in diesem Programm geförderten Leitprojekten stellt WAYflow die bisher erzielten Ergebnisse am 28. und 29. Mai 2002 auf der BMBF-Fachkonferenz "Leitprojekte Mobilität in Ballungsräumen" einer breiten Fachöffentlichkeit vor.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Werner Schönewolf
Pascalstr. 8-9
10587 Berlin
Telefon +49 (0) 30 / 39006-145
Telefax +49 (0) 30 / 3911037
E-Mail: schoenewolf@ipk.fhg.de

Claudia Schiebold, M. A. | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.wayflow.de
http://www.mobiball.de

Weitere Berichte zu: Verkehrsinformation Verkehrslage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Zurück im Depot: AERO-TRAM schließt Messungen ab
13.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie