Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die adaptive Netzsteuerung Sitraffic Motion stellt in Münster ihre Überlegenheit unter Beweis

10.02.2009
Der Verkehrsfluss verbessert sich um bis zu 38 Prozent

Einen eindrucksvollen Beweis ihrer Leistungsfähigkeit hat die adaptive Netzsteuerung von Lichtsignalanlagen in Münster angetreten.


Das Bild zeigt die Albesloher Straße in Münster, in der Sitraffic Motion für grüne Welle sorgt.

Durch den Einsatz von Sitraffic Motion von Siemens Mobility sahen die Verkehrsteilnehmer an einem sechs Kilometer langen Straßenabschnitt deutlich häufiger Grün an den 24 Kreuzungen einer viel befahrenen Straße. Nach einer gerade veröffentlichten Studie der Ruhr-Universität Bochum verbesserte sich der Verkehrsfluss entlang der Modellachse um bis zu 38 Prozent.

eit Mitte vergangenen Jahres werden die 24 Lichtsignalanlagen an der sechs Kilometer langen Stadtstraße von Sitraffic Motion dirigiert, einer adaptiven Netzsteuerung, die die Länge der Rot-Grün-Phasen im 15-Minuten-Takt an der zuvor berechneten Verkehrssituation ausrichtet.

Für die repräsentative Studie hat ein Team um Professor Dr. Werner Brilon von der Ruhr-Universität Bochum drei verschiedene Entwicklungsstufen untersucht: zunächst den festzeitgesteuerten Urzustand, danach eine konventionell optimierte und abschließend die verkehrs¬adaptive Steuerung. Eingeflossen sind zum einen Werte von eigenen Messungen mit GPS- und Videofahrzeugen sowie von Detektoren, zum anderen auch die Telematikdaten des ÖPNV-Betriebs der Stadt.

Die Ergebnisse waren eindeutig: „Das eingetretene Ausmaß der Verbesserungen ist unerwartet hoch“, resümieren nicht nur die Autoren der Studie. Auch Christian Schowe, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung in Münster zeigte sich positiv erstaunt: „Der so genannte Performance-Index belegt eine Verbesserung um bis zu einem Drittel gegenüber 2006. Das hat uns in dieser Deutlichkeit selbst überrascht.“

Beim so genannten Performance-Index, der Wartezeiten und Halte für alle Verkehrsteilnehmer bewertet, hatte schon die konventionelle verkehrsabhängige Steuerung der Lichtsignalanlagen nennenswerte Fortschritte gebracht. Mit Einsatz der adaptiven Variante jedoch stellten die Bochumer Wissenschaftler noch einmal eine klare Verbesserung fest, die sie vor allem auf „die weitestgehend zügigere Führung des durchgehenden Verkehrs“ sowie auf „die bessere Verkehrsqualität für die Linienbusse“ zurückführen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sitraffic Motion die Wartezeiten auf der Hauptroute durchweg um 30 bis 35 Prozent und die Zahl der Halte um 20 bis 45 Prozent reduziert.

Die Auswirkungen auf die Umwelt sind ebenso positiv. „Durch die vermiedenen Wartezeiten und Halte“, so die Studie, „tritt eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen ein.“

Siemens AG
Industry Sector - Mobility Division
Pressereferat
Werner-von-Siemens-Str. 67
91052 Erlangen
Tel.: +49 (9131) 7-24880
Fax: +49 (9131) 7-24598
mailto:angelika.holtkamp@siemens.com

Angelika Holtkamp | Siemens Mobility
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie