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Universität Paderborn optimiert für Siebau Raumsysteme Fertigung und Materialfluss

08.11.2010
Die Siebau Raumsysteme in Kreuztal bei Siegen und die Universität Paderborn haben ihre Kooperation zur Erneuerung von Unternehmensabläufen erfolgreich abgeschlossen.

Es ist eines von zahlreichen Projekten, bei denen Unternehmen und Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen Arbeitsprozesse optimieren, neue Verfahren in Medizin- und Umwelttechnik und im Maschinen- und Anlagenbau entstehen oder neue Werkstoffe entwickelt werden.

Die Siebau Raumsysteme in Kreuztal bei Siegen und die Universität Paderborn haben eine erfolgreiche Kooperation abgeschlossen. Von April bis August dieses Jahres hat das Unternehmen mit Unterstützung der Hochschule seine Serienproduktion von Garagen, Carports, Hallensystemen und Lagertechnik aus Stahlelementen soweit optimiert, dass individuelle Wünsche von Kunden nach Ausgestaltung, Fertigungszeiten und Lieferfristen noch besser berücksichtigt werden können. Die erarbeiteten Maßnahmen werden nun nach und nach in die Praxis umgesetzt.

Dr. Andre Döring vom Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn hat das Unternehmen mit seiner aus der Universität heraus gegründeten reQuire consultants GmbH beraten und bei der Durchführung der Neuorganisation fachlich betreut. "Konkret wurde ein Konzept zur Neuorganisation des Materialflusses ausgearbeitet", so Döring. "Dadurch können Materialien wie Stahlblech wesentlich effizienter eingesetzt werden." Die Hochschule hat das Unternehmen außerdem dabei unterstützt, öffentliche Fördergelder für die Kooperation zu beantragen.

Die Zusammenarbeit kam durch Vermittlung der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen zustande. Wie das Kreuztaler Unternehmen haben viele mittelständische Betriebe gute Ideen für neue Produkte oder verbesserte Fertigungstechniken. Häufig fehlen aber wissenschaftliche Kenntnisse oder die nötige Infrastruktur, um diese Ideen aus eigener Kraft umzusetzen. Auf Anfrage vermittelt ihnen daher die InnovationsAllianz passende Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen, die sie bei der Realisierung unterstützen.

"Die schnelle Vermittlung des Kooperationspartners hat uns sehr geholfen", so Hans Martin Steinseifer von Siebau. "So konnten wir zügig neue Strukturen schaffen, um in Zukunft wesentlich flexibler und kostengünstiger zu arbeiten." Das Unternehmen mit seinen 56 Mitarbeitern erwirtschaftet einen Jahresumsatz von fast zehn Millionen Euro.

In vielen weiteren Kooperationen von Hochschulen und Unternehmen sind bereits neue Verfahren in der Medizin- und Umwelttechnik und im Maschinen- und Anlagenbau entstanden, wurden wie bei Siebau in Kreuztal Fertigungsprozesse verändert oder im sozialen Bereich die Behandlung und Pflege von alten oder kranken Menschen optimiert. Auch die Entwicklung neuer Werkstoffe oder die Verbesserung vorhandener Techniken werden regelmäßig von Betrieben bei den Hochschulen des Landes angefragt. Viele Kooperationen gerade im industriellen und im Umwelt-Bereich werden darüber hinaus mit Blick auf Ressourcen-Schonung und einen sparsamen Umgang mit Energie durchgeführt.

Die InnovationsAllianz vermittelt dabei nicht nur geeignete Kooperationspartner aus den NRW-Hochschulen, sie informiert auch über mögliche Zuschüsse aus Landes- und Bundesmitteln. Damit können vor allem Forschungs- und Entwicklungskosten bei einer Kooperation mitfinanziert werden. Allein mit dem Innovationsgutschein NRW werden je nach Größe eines Unternehmens und Leistung der Hochschule bis zu 10.000 Euro Zuschuss gezahlt.

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz NRW und weitere Beispiele für erfolgreiche Kooperationen von Unternehmen und Hochschulen unter http://www.innovationsallianz.nrw.de

Claudius Kroker | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovationsallianz.nrw.de

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