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Ultraschall spürt Ölverlust sofort auf

08.09.2010
Mit einem Messgerät von Siemens können Betreiber von Öl- und Gaspipelines sicherstellen, dass die Umwelt nicht zu Schaden kommt. Sitrans FUT 1010 arbeitet mit Ultraschallwellen, die etwa Ärzte nutzen, um ungeborene Kinder im Mutterleib zu untersuchen.

Das neue Messgerät macht keine Bilder, es misst permanent, wie viel Flüssigkeit oder Gas durch eine Pipeline hindurchfließt. An mehreren Stellen der Pipeline installiert, kann so ständig überprüft werden, dass nichts vom Inhalt verloren geht. Wäre dies der Fall, würde eine Software, die Siemens speziell dafür entwickelt hat, sofort Alarm schlagen.


Eine Pipeline ist auf langen Strecken Wind und Wetter ausgesetzt. Typischerweise verlaufen diese mehrere hundert Kilometer langen Rohrleitungen in Wüsten oder sehr regenreichen Gebieten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Rohre nicht ständig von Menschen überprüft werden können. Dazu sind sie zu lang und oft an schwer zugänglichen Orten. Für die ständige Überprüfung von Pipelines entwickelten Wissenschaftler von Siemens daher ein besonders zuverlässiges und wartungsarmes Messinstrument. In dem kleinen Kasten, der schon während der Produktion fest an die Außenseite der Pipeline montiert wird, verbergen sich Sensoren, eine Ultraschallquelle und eine Kommunikationseinheit, die alle Daten zu einem Kontrollzentrum funkt.

Das Messgerät untersucht das ständig an ihm vorbei fließende Medium mit Ultraschallwellen. Diese werden in der Pipeline an der gegenüberliegenden Rohrseite reflektiert und zum Messgerät zurückgeworfen. Aus dem aufgefangenen Signal lassen sich viele Informationen über das transportierte Medium ablesen. Beispielsweise ändert das Signal seine Laufzeit abhängig vom Medium. Öl hat eine andere Signallaufzeit als Kerosin. Die Zeit, die das Signal zur Wand und wieder zurück braucht, gibt auch Aufschluss darüber, welche Menge transportiert wird. Mit weiteren Messgrößen wie Druck oder Temperatur kann eindeutig festgestellt werden, wann was durch das Rohr fließt. So kann, wenn an mehreren Stellen entlang der Rohrleitung Messgeräte platziert werden, immer überprüft werden, ob wegen eines Lecks Öl austritt.

Ein weiterer Vorteil des Messgerätes: Es muss praktisch nicht gewartet werden. Denn mit den Daten, die es zum Kontrollzentrum des Pipelinebetreibers schickt, sendet es stets Informationen mit, wie gut es selbst funktioniert. Die Betreiber können dann gezielt reagieren, wenn das Gerät eine Störung in der Leitung meldet. (IN 2010.09.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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