Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens-Verdichter auf dem Weg zur Tiefseetauglichkeit

25.08.2010
Der Siemens-Verdichter STC-ECO für Anwendungen mit verunreinigtem Erdgas und für den Einsatz auf dem Meeresboden hat die erforderlichen Abnahmetests (Factory Acceptance Test - FAT) bestanden.

Mit dem Ziel, die Eignung des dichtungsfreien Verdichters für den Unterwassereinsatz zu prüfen, wird die Maschine weitere Tests durchlaufen (verlängertes FAT). Deren Abschluss wird ein wesentlicher Schritt im Systemqualifikations-Programm sein, um die Ausrüstung tiefseetauglich zu gestalten und künftig die Verarbeitung von Gas auf dem Meeresboden in einer Tiefe von bis zu 3.000 Metern zu ermöglichen.

Der abgeschlossene FAT des Verdichters STC-ECO ist ein wichtiger Meilenstein. Geprüft wurden thermodynamische Leistungsmerkmale wie die interne Kühlung, das dynamische Verhalten des Rotors, die Leistungsfähigkeit des Motors sowie die Stabilität des Lagersystems. Im nächsten Schritt soll die Zuverlässigkeit des Verdichters untersucht werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Leistung des Verdichters und der robusten Bauweise. In einer weiteren Phase werden das Verhalten mit Nassgas wie etwa bei der Einspritzung von Flüssigkeit in den Hauptgasstrom untersucht sowie weitere Ausdauer- und Robustheitsprüfungen ausgeführt. Das vollständige Entwicklungs- und Qualifizierungsprogramm zielt auf ein umfassendes und ausgereiftes System zum Einsatz auf dem Meeresboden ab.

Reparaturen an Verdichtern, die unter Wasser installiert sind, können auf dem Meeresboden nicht ausgeführt werden. Der Zugang zu den Geräten ist schwierig und kostspielig. Anforderungen an die Verdichtereinheit sind daher lange Wartungsintervalle sowie eine robuste und zuverlässige Bauweise. Die Maschine für den Unterwassereinsatz muss mit Nassgas arbeiten können, das Kondensat, flüssiges Erdgas oder auch Sand enthalten kann. Der Siemens-Verdichter STC-ECO integriert einen Hochgeschwindigkeits-Induktionsmotor und einen mehrstufigen Radialverdichter auf einer gemeinsamen Welle in einem einzigen Gehäuse. Der STC-ECO benötigt erstmals weder Gasdichtungen noch ein Schmierölsystem oder ein Getriebe. Je weniger Komponenten ein System hat, desto zuverlässiger ist es. Siemens hat daher die Anzahl der benötigten Teile und Hilfsmittel für dieses Verdichtungssystem auf ein Minimum reduziert.

Im Jahr 1999 wurde ein dichtungsfreier Prototyp unter dem Projektnamen ECO-II in Zusammenarbeit von Siemens und Shell entwickelt. Im Herbst 2006 installierten die Projektpartner die Maschine im niederländischen Erdgasfeld NAM Vries-4. Über einen Zeitraum von 20 Monaten wurde die Einheit an Land mit verunreinigtem Prozessgas getestet und einer breiten Palette von Verschmutzungen wie etwa Sand und Wasser ausgesetzt. Nach Abschluss der Feldtests erhielt der Verdichter den Namen STC-ECO und wird nun als Standardgerät für Anwendungen von verunreinigtem Gas eingesetzt.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2009 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,8 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 30 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2009 über 85.100 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EOG201008117
Media Relations: Eva-Maria Baumann
Telefon: +49 9131 18-3700
E-Mail: eva-maria.baumann@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector - Oil & Gas Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Smarte Rollstühle, vorausschauende Prothesen
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics