Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens erreicht mit PostCap™-Verfahren dritte Phase im Technologie-Qualifizierungsprogramm Mongstad, Norwegen

12.11.2012
Nach erfolgreichem Abschluss der Phase 1 und Beauftragung der Phase 2 wurde Siemens von Statoil ausgewählt, auch an der dritten Phase des Technologie-Qualifizierungsprogramms für die großtechnische CO2-Abscheidungsanlage im Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk Mongstad in Norwegen teilzunehmen. Diese dritte und letzte Phase des Programms ist bereits Ende September gestartet und wird im April 2013 beendet sein.

In der ersten Phase wies Siemens erfolgreich nach, dass das eigene PostCapTM-Verfahren für Mongstad gut geeignet ist und auf einen großtechnischen Maßstab übertragen werden kann. Es wurde gezeigt, dass die Technologie einsatz- und betriebsbereit ist und hohe Abscheidungsraten bei geringem Energieverbrauch und niedrigen Lebenszykluskosten erreicht werden können.


Das Bild zeigt die beiden Kolonnen (Absorber bzw. Desorber) der Siemens-Pilotanlage für CO2-Abscheidung im E.ON-Kraftwerk Staudinger bei Hanau.

Die zweite Phase ist bereits teilweise beendet: Die Durchführung von Belastungstests des Waschmittels und Dokumentation der Emissionen durch einen automatisierten Labortest wurden innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters durchgeführt. Die verbleibende Aufgabe eines 3000-Stunden Leistungstests in der jetzt auch gasbefeuerten Pilotanlage wird derzeit durchgeführt.

Die dritte und letzte Phase, an der Siemens nun teilnehmen wird, ist die Konzeptstudie. Sie beinhaltet die Auslegung einer großtechnischen CO2-Abscheidungsanlage in Mongstad. Erfolgreiche Ergebnisse in dem Technologie-Qualifizierungsprogramm werden es ermöglichen, dass die

PostCapTM-Technologie von Siemens in den späteren Projektphasen ausgewählt werden kann.

"Wir sind stolz, dass sich Siemens erneut für die nächste Runde des Technologie-Qualifizierungsprogramms in Mongstad qualifiziert hat. Unserer Technologie bietet Vorteile hinsichtlich Sicherheit und Umweltverträglichkeit, wodurch die Projektrisiken weiter verringert werden", sagte Nicolas Vortmeyer, Leiter Technology and Innovation der Fossil Power Generation Division bei Siemens Energy.

"Der stufenweise Ansatz des CCM Projekts erlaubt Statoil und Gassnova ein tieferes Verständnis der CO2-Abscheidungstechnologie zu entwickeln. Gleichzeitig entsteht eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem potentiellen Lieferanten für die Anlage in Mongstad. Dieser Ansatz trägt dazu bei, Risiken bei der Umsetzung dieses First-of-its-kind Demonstrationsprojektes zu eliminieren."

Die CO2-Abscheidungstechnologie von Siemens basiert auf Aminosäuresalzen und hat zahlreiche erwiesene Vorteile gegenüber anderen Abscheidetechnologien: nahezu emissionsfrei bei geringem Energieverbrauch und niedrigen Investitionskosten. Zudem kann die PostCapTM-Anlage aufgrund der Stoffeigenschaften von Aminosäuresalzen in den bestehenden Sicherheitsstandards eines Kraftwerkes betrieben werden. Diese Technologie eignet sich sowohl für Kraftwerksneubauten als auch für Nachrüstungen an bestehenden fossil befeuerten Kraftwerken.

Ansprechpartner
Frau Gerda Gottschick
Sektor Energy
Tel: +49 (9131) 18-85753
gerda.gottschick​@siemens.com

Gerda Gottschick | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/press/de/feature/2012/energy/2012-11-mongstad.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Elektrodenmaterialien aus der Mikrowelle
18.10.2017 | Technische Universität München

nachricht Metallisches Fused Filament Fabrication - Neues Verfahren zum metallischen 3D-Druck
12.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik