Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Selektives Beschichten mit Schaltzeiten von nur 30 Millisekunden ohne Maskierung oder Abdeckung

22.04.2014

Schnelles Schalten von Beschichtungsprozessen und gasstromgetragener pulverförmiger Materialien

Das modular aufgebaute Atmosphären-Plasmasystem Plasmabrush PB3 ermöglicht, nahezu alle Werkstoffe mit pulverförmigen Materialien direkt zu metallisieren oder zu beschichten.


Das neue Pulverschaltventil lässt sich einfach in das Plasmabeschichtungssystem integrieren und ermöglicht, den Pulverstrom zum Plasmastrahl innerhalb von nur 30 Millisekunden herzustellen oder zu unterbrechen.


Das schnelle Schalten macht insbesondere bei partiellen Beschichtungen aufwendige Maskierungsarbeiten überflüssig. Der Schaltvorgang wird automatisch überwacht.

Fotos: Reinhausen Plasma

Dank eines neuen Pulverschaltventils lässt sich der Pulverstrom innerhalb von 30 Millisekunden zu- und wegschalten, wobei eine scharfe Trennlinie erzielt wird. Dies eröffnet bei der fertigungsintegrierten, selektiven Beschichtung/Metallisierung beispielsweise im Bereich der elektrischen Kontaktierungs-/Verbindungstechnik neue Möglichkeiten. Für bestehende Prozesse ergibt sich durch den Wegfall bisher erforderlicher Maskierungen technisches und wirtschaftliches Optimierungspotenzial. 

Die von der Reinhausen Plasma GmbH entwickelte Beschichtungstechnologie basiert auf dem modularen Plasmasystem Plasmabrush PB3 und einer Pulverprozesseinheit. Sie fördert Mikropulver kontinuierlich und agglomeratfrei in den anwendungsgerecht ausgelegten Plasmastrahl, durch den die Pulver auf dem Substrat eine haltbare Schicht erzeugen.

Als Beschichtungsstoff lassen sich praktisch alle Materialien verarbeiten, die in Pulverform zu bringen sind und einen Schmelzpunkt von unter 1.200°C haben. Dies ermöglicht Inline-Direktbeschichtungsprozesse unter Atmosphärendruck auf nahezu allen Werkstoffen – von Kunststoffen und Metallen über Glas und Keramik bis hin zu Schaum- und Verbundstoffen, Textilien, Leder und Karton.

Insbesondere bei der Beschichtung/Metallisierung dreidimensionaler Bauteile aus Kunststoff, beispielsweise 3D-MID, bietet das Verfahren technische und wirtschaftliche Vorteile. Bei einer nur partiell erforderlichen Beschichtung waren bisher jedoch häufig aufwendige Maskierungsarbeiten notwendig. 

Pulverstrom in 30 Millisekunden zu- und wegschalten

Damit macht das neue Pulverschaltventil PSU nun Schluss. Es lässt sich einfach und schnell in das System integrieren, auch in bestehende. Innerhalb von nur 30 Millisekunden stellt das PSU die Pulverzufuhr zum Plasmastrahl her oder unterbricht sie. Dadurch können partielle Beschichtungen und Metallisierungen auf Teilen mit komplexer Geometrie trennscharf ohne Maskierungen hergestellt werden. Form und Größe der Beschichtung können dabei frei definiert werden. So lässt sich beispielsweise für eine Kontaktierung in der LED-Technik ein einzelner 5 x 5 Millimeter großer Kupferpunkt an einer genau definierten Stelle aufbringen. Ebenso ist es möglich, ohne Unterbrechung des Prozesses die Substratoberfläche, beispielsweise von Thermoplasten und anderen schwierig zu beschichtenden Kunststoffen, zunächst nur mit dem Plasmastrahl zu aktivieren und anschließend direkt zu beschichten. Das während der Unterbrechung geförderte Pulver kann in einem Behälter gesammelt und wiederverwendet oder über eine Absaugung entsorgt werden.

Durch die einfache Prozessführung mit automatischer Überwachung des Schaltvorgangs, die Schnittstelle zu einer übergeordneten Steuerung, die Verkürzung des Beschichtungsprozesses und den geringen Platzbedarf bietet das neue PSU nicht nur bei partiellen Beschichtung, Metallisierung und Kontaktierung zwei- und dreidimensionaler Substrate und Bauteile ein enormes Rationalisierungspotenzial. 

Vorteile auch in anderen Anwendungsfeldern

Als eigenständige Komponente kann das neue Pulverschaltventil seine Vorteile auch in anderen Prozessen ausspielen, in denen pulverförmige Materialien gasstromgetragen gelenkt werden. Dazu zählen beispielsweise die Spritzgießtechnik, das 3D-Drucken oder auch das thermische Spritzen. 

Weitere Informationen bei der Reinhausen Plasma GmbH, Regensburg,

Telefon +49 941 4090-9100, www.reinhausen-plasma.com

Plasmabrush® ist ein eigetragenes Markenzeichen der Reinhausen Plasma GmbH.

Über die Reinhausen Plasma GmbH

Die Reinhausen Plasma GmbH ist ein Tochterunternehmen der ebenfalls in Regensburg ansässigen Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, dem Weltmarkt- und Technologieführer für die Regelung von Leistungstransformatoren. Reinhausen Plasma versteht sich als innovativer Anbieter von Plasmalösungen für die Oberflächenveredelung und –beschichtung. Mit der Entwicklung der kalt.aktiven Atmosphärendruck-Plasmawerkzeuge plasmabrush und piezobrush, die sich durch niedrige Temperatur, geringe Gasgeschwindigkeit, extreme Spaltgängigkeit des Plasmas und hohe Reinheit der Gase auszeichnen, setzt das Unternehmen in der Reinigung und Oberflächenaktivierung mit Plasma neue Maßstäbe. Das patentierte plasmadust-Verfahren ermöglicht es erstmals, 2- und 3-dimensionale Bauteile aus nahezu allen Werkstoffen ohne Lösemittel (VOC-frei) sowie energieeffizient direkt aus einem kalt-aktiven Plasmazu beschichten und zu metallisieren.

Ansprechpartner für Redaktionen:

SCHULZ. PRESSE. TEXT., Doris Schulz, Journalistin (DJV), Landhausstrasse 12, 70825 Korntal, Deutschland, Fon: +49 (0)711 854085, ds@pressetextschulz.de, www.schulzpressetext.de 

Reinhausen Plasma GmbH, Daniel Fisch, Weidener Straße 16, 93057 Regensburg, Fon: +49 (0)941 40909133, d.fisch@reinhausen-plasma.com,

www.reinhausen-plasma.com

Daniel Fisch | SCHULZ. PRESSE. TEXT.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten