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Rohrleitungen umweltschonender verlegen

14.03.2014

Neues Verfahren benötigt weniger Platz und spart Kosten

Die oberflächennahe Verlegung von Rohrleitungen bedeutet meist einen massiven Eingriff in die Umwelt. Sie kann bis zu 50 Meter breite Trassen verursachen.


Das Operatorfahrzeug steuert und überwacht die Anlage. Die Abbaueinheit löst den Boden und fördert ihn direkt zutage. Der Pipe Thruster schiebt die Pipeline gleichzeitig in das Bohrloch. © Herrenknecht

Das BINE-Projektinfo „Expressbau für Pipelines“ (04/2014) stellt ein Verfahren vor, das weniger als ein Fünftel der üblichen Breite benötigt. Die Stahl- oder Betonrohre können für Wärmenetze genutzt werden und weiter entfernt liegende Kunden schneller und umweltschonender anbinden.

Bisher entstehen für den Bau von Gräben, Bodenzwischenlagerungen, Materialtransport und Materiallager Korridore auf einer Breite von bis zu 50 Metern über die gesamte Trassenlänge. Die Folgen für die Umwelt sind trotz Rekultivierungen auch nach Jahren noch sichtbar.

Mit dem Pipe-Express-Verfahren ist es nicht mehr erforderlich, Gräben aufwendig auszuheben. Da der Aufwand für Maßnahmen zur Renaturierung sich reduziert, können Kosten gespart werden.

Beim „Pipe Express“ bohrt sich eine Tunnelbohrmaschine durch den Boden. Eine Abbaueinheit löst diesen und fördert ihn direkt an die Oberfläche. Für den nötigen Vorschub sorgt ein verankertes Presselement (Pipe Thruster).

Es schiebt die Rohrleitung simultan in das horizontal erzeugte Bohrloch. Ein Fahrer im Operatorfahrzeug überwacht und steuert die Anlage entlang der Trasse. Über die so verlegten Pipelines können Fern- und Nahwärme, Kommunikations- und Datenleitungen, Stromkabel, Öl, Gas sowie Wasser übertragen oder transportiert werden.

Für die Einbindung von Geothermiekraftwerken in die Wärmeversorgung von Siedlungen kann das Pipe-Express-Verfahren zukünftig eine größere Rolle spielen.

Das Pipe-Express-Verfahren wurde von der Herrenknecht AG entwickelt und aus Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Pressekontakt

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Rüdiger Mack | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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