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Riesenstaubsauger saugt Luftverschmutzung weg

16.04.2012
Schwebstoffe werden zu 90 Prozent entfernt und mit Wasserbad entsorgt

Das vor drei Jahren aus dem Technologiezentrum Polo Tecnologico di Navacchio hervorgegangene Start-up IsTech hat ein innovatives Verfahren zur Bekämpfung der Luftverschmutzung entwickelt. Mithilfe des patentierten "Air Pollution Abatement" kann die vor allem durch den städtischen Nahverkehr belastete Atemluft wirksam von Feinstaub und anderen Schadstoffen befreit werden.

Elektrischer Durchlauferhitzer

Herzstück der Anlage ist ein mit Wasser gefüllter zwei Meter hoher und anderthalb Meter breiter Stahlzylinder. Über ein im oberen Teil angebrachtes leistungsstarkes Gebläse wird die Luft angesaugt. "Erfasst werden kann die Luft in einem Umkreis von 25 Metern", erklärt Firmenchef Giuseppe Spanto gegenüber pressetext. Dabei würden bis zu 90 Prozent der Schwebstoffe entfernt und über das Wasserbad entsorgt. Die Füllung muss je nach Schadstoffbelastung alle drei bis vier Tage erneuert werden.

Das einem elektrischen Durchlauferhitzer ähnliche Gerät wird derzeit im Stadtzentrum von Rom auf seine Alltagstauglichkeit getestet. "Um die Atemluft der Innenstädte von Rom oder Mailand auf vorindustrielle Werte zu reinigen, müssten jeweils 10.000 solcher Anlagen an den Straßenrändern installiert werden", so der italienische Erfinder. Es handle sich um eine für größere Stadtverwaltungen ohne weiteres erschwingliche Investition. Denkbar sei auch eine Lösung, wonach sie vorerst nur die Herstellungskosten übernehmen.

Vor allem Großstädte im Fokus

In fast allen größeren italienischen Städten gibt es jedes Jahr vor allem in der kälteren Jahreszeit regelmäßigen Smogalarm. In den Innenstädten von Mailand und Turin wird der in Europa zugelassene Höchstwert von 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmter Luft an 16 Tagen und mehr überschritten. In Rom ist laut der Umweltvereingung Legambiente http://legambiente.it die Qualität der Atemluft an zwei von drei Tagen unter der Mindestnorm. Sperrungen und Fahrverbote sind neben Carpooling, Carsharing und Elektromobilität an der Tagesordnung.

Harald Jung | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://polotecnologico.it

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