Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reparatur und Verschleißschutz von großen Werkzeugen wird effizienter

30.11.2009
Das Ziel eines neuen Forschungsprojekts am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist, ein innovatives Auftragschweißverfahren zu entwickeln, welches das preiswerte aber ungenaue Metallschutzgasschweißen (MSG-Schweißen) durch Laserstrahlung sowohl stabilisiert als auch schneller macht. Dieses ist besonders interessant bei Umform- oder Spritzgusswerkzeugen oder bei Werkzeugen für den Berg- und Tunnelbau.

Der Aufwand und die Kosten für die Reparatur und den Verschleißschutz von großen Werkzeugen soll deutlich reduziert werden. Dies ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).

Entwickelt wird ein innovatives Auftragschweißverfahren, welches das preiswerte aber ungenaue Metallschutzgasschweißen (MSG-Schweißen) durch Laserstrahlung sowohl stabilisiert als auch schneller macht. Dieses ist besonders interessant bei Umform- oder Spritzgusswerkzeugen oder bei Werkzeugen für den Berg- und Tunnelbau.

"Die Laserstrahlung erzeugt einen Pfad mit erhöhter Leitfähigkeit direkt im Lichtbogen", sagt Alexander Barroi, Ingenieur im LZH. "Dadurch legt der Laser den Ort und die Menge des deponierten Metalls fest, und man kann präziser und schneller schweißen als mit dem MSG-Prozess allein."

Einerseits sorgt die Kombination von einem MSG-Gerät mit einem Diodenlaser mittlerer Leistung dafür, dass Betriebskosten relativ gering gehalten werden. Anderseits sorgt die Genauigkeit des neuen Prozesses für eine deutliche Reduzierung des Aufwands für die Nachbearbeitung. Weitere Kostenersparnisse entstehen durch die Form des Auftragmaterials. Da Draht anstelle von Pulver zugeführt wird, kann die komplette Pulverwiederaufbereitungsanlage entfallen.

"Besonders interessant ist die Entwicklung eines mobilen Systems, womit Reparaturen direkt vor Ort möglich sind." fügt Barroi hinzu. "Dadurch fallen der Ausbau und der Transport von großen Werkzeugen weg, die oft zu langen Ausfallzeiten führen".

Das neue Auftragschweißverfahren ist nicht nur für Reparaturen geeignet, sondern auch um Werkzeugkanten und Oberflächen vor Verschleiß oder Korrosion zu schützen. Es ist geplant, dass weitere Anwendungsfelder erschlossen werden, wie zum Beispiel der Aufbau komplexer Bauteile durch Auftragschweißen.

Das Projekt hat den Namen "Progenial" und wird in Zusammenarbeit mit der ERLAS Erlanger Lasertechnik GmbH und der MERKLE Schweißanlagentechnik GmbH durchgeführt. Progenial läuft bis Ende August 2011 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt und vom VDI-Technologiezentrum durchgeführt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Startschuss für EU-Projekt: Charakterisierung der Schweißraupe für adaptives Laserauftragschweißen
15.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Innovatives Verfahren zur Aufbereitung von Raps
08.11.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte