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Projekt ALCATRAP: CO2-Speicherung durch Reaktion mit alkalischen Reststoffen

13.10.2008
Neues Forschungsprojekt des Lehrstuhls Hydrologie
Ziel: technische Lösung zur Senkung der CO2- Emissionen aus Kraftwerken

Die verfahrenstechnische Optimierung der CO2-Entfernung aus Rauchgasen mit Hilfe alkalischer Materialien sowie die Überführung dieses Prozesses vom Laborbetrieb in den Pilotmaßstab ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts ALCATRAP (ALkaline CArbon TRAPing) des Lehrestuhls Hydrologie.

Angesichts steigender CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre ist die Entwicklung von technischen Lösungen zur Verringerung der CO2-Emissionen dringend erforderlich. Eine schnellen Abreicherung von CO2 aus Rauchgasen kann beispielsweise durch Reaktion mit alkalischen Reststoffen erreicht werden. Bei diesem Prozess wird CO2 entweder direkt in Calciumkarbonat oder indirekt in alkalinitätshaltige Lösungen gebunden.

Letztere kann in einen geeigneten (z.B. Anhydrid-führenden) Aquifer (Grundwasserleiter) verbracht werden, wo das CO2 durch ‚Mineral Trapping’, d.h. dessen mineralischer Bindung festgelegt werden kann. Alkalische Reststoffe fallen in großen Mengen z.B. bei der Verbrennung von Kohle oder bei der Stahlherstellung an und werden zu einem erheblichen Anteil als Reststoffe deponiert. Die Nutzung dieser Materialien birgt deshalb ein Potential zur Reduktion von CO2-Emissionen, insbesondere aus Punktquellen wie Kraftwerken.

Zur Bearbeitung des Projekts wurde eine Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Prof. Stefan Peiffer gebildet, die sich aus dem Lehrstuhl für Hydrologie der Universität Bayreuth, dem Anlagenhersteller RVT Process Equipment und dem Forschungs- und Entwicklungszentrum für Sondertechnologien zusammensetzt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Geotechnologienprogramms zur „Erkundung, Nutzung und Schutz des unterirdischen Raumes - Geologische Speicherung von CO2“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Projekt soll dazu beitragen eine technische Lösung zur Senkung der CO2- Emissionen aus Kraftwerken zu erarbeiten, die für Deutschland bzw. die deutschen Industrie in Hinblick auf die Erfüllung der Anforderungen des Kyoto-Protokolls von wesentlichem Interesse ist.

Kontakt und weitere Informationen:
Prof. Dr. Stefan Peiffer
Leiter des Lehrstuhls Hydrologie und
Geschäftsführender Direktor von BayCEER
Telefon: 0921/55-2251
E-Mail: s.peiffer@uni-bayreuth.de

Kerstin Wodal | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de
http://www.uni-bayreuth.de/presse/index.html

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