Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plasmaforscher und Optikexperten erforschen neue Herstellungstechnologien für Hightech-Produkte

23.10.2014

INP Greifswald erhält 700.000 Euro aus dem neuem BMBF-Verbundprojekt ‚Plasma und optische Technologien‘

Unter aktiver Beteiligung von acht Industriepartnern forschen Plasmaphysiker des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald) und der Ruhr-Universität Bochum im Verbund mit Experten der optischen Beschichtungstechnologie aus Jena und Hannover an Verfahren für die Herstellung hochwertiger optischer Präzisionsoberflächen. Das Projektvolumen von insgesamt 9,5 Mio. Euro wird dabei zu 60 % vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


Optische Hochleistungsschicht auf einem Kameraobjektiv.

Komplexe Plasmaverfahren stecken hinter diesem Produkt. Für erhöhte Präzision und Innovationen ist Forschung dringend notwendig.

Carsten Desjardins, INP Greifswald


Industrieanlage im INP zur Herstellung von optischen Schichten

Manuela Glawe, INP Greifswald

Optische Erzeugnisse bestimmen in vielen Bereichen unser Leben und Wirken. Sowohl im täglichen Gebrauch, beispielsweise in Form von Brillengläsern als auch in Wissenschaft und Technik, u.a. als Hochleistungsspiegel oder Filter für Laseroptiken in der Materialbearbeitung oder Messtechnik.

Ebenso sind präzise optische Komponenten das Fundament der modernen Kommunikationstechnik. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Photonik gelten die Funktionalisierung von Oberflächen und die Herstellung dünner Schichten als die wesentlichen Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.

Nur durch eine Reihe hochentwickelter Herstellungsverfahren können Produkte realisiert werden, die uns mittlerweile alltäglich erscheinen. Diese Verfahren basieren zumeist auf der Nutzung von Plasmen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am INP Greifswald werden sich mit der Erforschung von plasma- und ionengestützten Herstellungsverfahren beschäftigen. Zur Umsetzung der Projektziele sollen erstmals aktive Prozessregelungskonzepte erarbeitet werden, die auf der während des Herstellungsprozesses vorgenommenen Erfassung von Plasmakenngrößen basieren.

Bisher beschränkt sich die Prozessführung bei der Herstellung optischer Komponenten auf die Steuerung von Betriebsgrößen, wie Gasflüsse, elektrische Spannungen oder Ströme. Das hohe Qualitätsniveau optischer Schichten wurde durch die im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts perfektionierten Methoden zur Kontrolle der optischen Schichtdicken erreicht.

Hingegen wurden die für die Schichtbildung entscheidenden internen Plasmakenngrößen bisher nicht zur Prozessregelung genutzt.

Das vom BMBF geförderte Verbundvorhaben ‚Plasma und optische Technologien: Erhöhung der Qualität und Ausbeute optischer Beschichtungstechnologien PluTO+‘ startete am 1. Oktober und läuft im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland”. Das Teilprojekt am INP Greifswald wird mit ca. 700.000 Euro gefördert.

Liane Glawe | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.inp-greifswald.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Granulare Materie blitzschnell im Bild
21.09.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Sprühtrocknung: Wirkstoffe passgenau verkapseln
01.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie