Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optisches Prüfverfahren zur Bewertung von Floatglasoberflächen

27.10.2014

Mit Hilfe eines optischen Prüfsystems ist es möglich, verschiedene Korrosionsstadien auf Floatglasoberflächen durch konkrete Messwerte zu unterlegen und damit eindeutig zu quantifizieren. Diese Anwendung kann sich beispielsweise in der Flachglasindustrie als äußerst sinnvoll erweisen.

Floatglaskorrosion ist in den frühen Stadien der Belagsbildung auf der Glasoberfläche nicht immer mit bloßem Auge wahrnehmbar. Da Floatgläser heutzutage fast ausnahmslos weiterveredelt werden (hauptsächlich durch Sputterprozesse), dürfen sich auf der Oberfläche keine Streuzentren, beispielsweise durch Glaskorrosion, bilden.


Optisches Prüfsystem zur Glasoberflächenbewertung

INNOVENT e.V.

Diese können die optische Qualität des Produktes durch Bildung milchig-nebliger Bereiche (Haze) negativ beeinflussen. Das optische Prüfsystem zur Detektion von Frühstadien der Glaskorrosion und Feststellung des Korrosionsfortschritts setzt sich aus den Komponenten Kamera, Beleuchtungsdioden und Prüfobjektaufnahme sowie einem Bildverarbeitungssystem mit digitaler Schnittstellenkarte und zugehöriger Auswertesoftware zusammen (siehe Abbildung).

Die Probenoberfläche wird durch zwei LED-Arrays definiert ausgeleuchtet. Zur Aus- und Bewertung des Korrosionsgrades der Glasoberflächen werden mit Hilfe der Software Grauwertmatrizen gespeichert. Die Größe dieser Matrizen ist variabel einstellbar.

Durch Variation der Größe der Scanfelder innerhalb der geprüften Fläche kann die Auflösung wie gewünscht gewählt werden. Diese ist von Quadratpixelgröße bis zur gesamten Scanfläche einstellbar. Referenzaufnahmen von unkorrodierten Substraten werden herangezogen, um den Fortschritt der Belagsbildung zu dokumentieren und quantifizieren.

Somit ist auch die zeitabhängige Entwicklung der Belagsbildung auf der Glasoberfläche erfassbar. Gegenüber personenbezogenen Qualitätsbewertungen ist dieses Verfahren durch eine hohe Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Bewertungen gekennzeichnet.

Herausragende Eigenschaft dieser Oberflächenbewertung ist die Möglichkeit der großflächigen und standardisierten Durchführung. In einigen Vorversuchen stellte sich heraus, dass eine Größe zur Bestimmung des Beginns sichtbarer Glaskorrosion der Prozentsatz von Grauwerten über einem festgelegten Referenzgrauwert ist.

Das bedeutet, mit diesem Verfahren können Beläge, die nicht oder kaum sichtbar sind, einfach detektiert werden. Vor allen bei der Qualitätskontrolle im Rahmen der Online-Beschichtung von Floatgläsern könnte sich diese Anwendung als großer Vorteil erweisen.

Kontakt: Dr. Bernd Grünler, Geschäftsführender Direktor INNOVENT e.V., bg@innovent-jena.de

Anja Neimann | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.innovent-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht 3D-Bilder von Krebszellen im Körper: Medizinphysiker aus Halle stellen neues Verfahren vor
16.05.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

nachricht Innovatives Verfahren zur umweltschonenden Gülleaufbereitung kommt auf den Markt
03.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics