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Im Bereich Elektrochemie der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung INNOVENT e.V. Technologieentwicklung Jena wurden in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Technolo-gien zur chemischen und elektrochemischen Oberflächenbehandlung von Leichtmetallen (Aluminium, Magnesium, Titan sowie deren Legierungen), Edelstählen und Sonderwerkstof-fen (Dispal®, Molybdän und Wolfram) entwickelt und auch in Zukunft wird dieses Arbeitsge-biet zu den erfolgreichen Schwerpunkten der Forschungseinrichtung gehören.
Die installierte Laboranlage zur Oberflächenbehandlung von metallischen Werkstoffen bein-haltet in einer geschlossenen Kette alle mit diesen Prozessen zusammenhängenden Vor- und Nachbehandlungsprozesse einschließlich einer dafür abgestimmten Abwasserbehand-lungsanlage. Das BMWi hat den Aufbau der Laboranlage aus insgesamt 33 Behältern mit einem Fassungsvermögen von je 93 - 116 Litern mit einem Investitionszuschuss unterstützt.
Damit ist es möglich, u. a. das in Thüringen einzigartige Verfahren der plasmachemischen Oxidation auf eine qualitativ höhere Stufe zu heben und komplexere Aufgabenstellungen der chemischen und elektrochemischen Oberflächenbehandlung zu bearbeiten.
Den dafür notwendigen Arbeits- und Umweltschutz wird dabei im vollen Umfang Rechnung getragen. Die eigentlichen aktiven Behandlungsprozesse sowie die notwendigen Vor- und Nachbehandlungsprozesse laufen in den dafür ausgelegten Behältern mit den notwendigen Versorgungs- und Entsorgungsanschlüssen ab.
Damit wird es möglich sein, im Labormaßstab folgende Prozesse mit einer hohen Reprodu-zierbarkeit, mit der computerunterstützten Erfassung aller relevanten Beschichtungsparame-ter und unter Einhaltung der bestehenden gesetzlichen Auflagen hinsichtlich der Abwasser-problematik durchzuführen:
1. PCO® 12 black schwarze, reflektionsmindernde Schicht auf Mg- Legierungen
2. PCO® 12 white helle, korrosionshemmende Schicht auf Mg-Legierungen
3. PCO® 13 black schwarze, reflektionsmindernde Schicht auf Al-Legierungen
4. PCO® 13 white helle, diffus reflektierende Schicht auf Al-Legierungen
5. PCO® 22 black schwarze Schicht auf Ti-Legierungen
6. PCO® 22 bio I biokompatible Schicht auf Titanlegierungen (CaP)
7. PCO® 22 color farbige Schichten auf Ti-Legierungen
8. Elektropolierprozesse und elektrochemisches Bearbeiten von Metallen wie z.B. Kupfer-und Aluminiumlegierungen, Magnesiumlegierungen sowie Wolfram und Molybdän.
9. Abscheidung galvanischer Kupferschichten mit hohem Reinheitsgrad
Mit dem bereits im Einsatz befindlichen Schichten und dem im Folgenden dargestellten Ein-satzgebieten lassen sich weitere Schichteigenschaften ableiten:
o Optischer Gerätebau schwarze, diffus reflektierende Schichten auf den Substraten Al, Mg und Ti
o Lasertechnik laserresistente Beschichtungen von Komponenten
o Automobilindustrie korrosionsschützende Beschichtungen f. Magnesium
o Medizintechnik biokompatible und bioaktive Schichten auf Titanlegierungen
Laufende und zukünftige Forschungsprojekte:
o Oberflächenbehandlung von Magnesiumlegierungen zum Zwecke des Korrosions-schutzes
o Entwicklung dekorativer und korrosionsfester Oberflächen für Mg- Legierungen
o Grundlegende Untersuchungen zur Vorbehandlung und Beschichtung von Magnesi-umlegierungen
o Bioinerte und bioaktive Beschichtungen für Implantate der Humanmedizin
o Bioinerte und bioaktive Beschichtung für degradierbare Implantate der Humanmedizin
o Antiseptisch ausgerüstete Beschichtungen für metallische Implantatwerkstoffe
o Nickeldispersionsschichten für Werkzeuge der Kunststoffverarbeitung
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Jürgen Schmidt
Bereich Elektrochemie
INNOVENT e.V. Technologieentwicklung
Prüssingstraße 27b
07745 Jena
Tel.: 03641 2825-60
Fax: 03641 2825-30
E-Mail: js@innovent-jena.de
Andrea Gerlach | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.innovent-jena.de
Weitere Berichte zu: Beschichtung > Implantat > INNOVENT > Laboranlage > Magnesiumlegierung > Molybdän > Nachbehandlungsprozesse > Oberflächenbehandlung > PCO®
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Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
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Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
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