Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lasermessung vereinfacht Wartung beim Stranggießen

21.02.2013
Ein optisches Messsystem von Siemens reduziert den Wartungsaufwand in Stranggießanlagen. Es vereinfacht die Ausrichtung der Rollen, zwischen denen die heißen Stahlstränge in langen Bändern geführt werden.

Damit alle Rollen mechanisch gleichmäßig belastet sind, müssen sie in der Höhe genau ausgerichtet sein. Bisher wird die Rollenposition aufwändig und fehleranfällig per Hand vermessen und dokumentiert.



Das neue Lasersystem liefert hochgenaue, digitale Messungen und kostet weniger Zeit. Die Daten werden direkt an die Steuerung übermittelt, so dass Fehler bei der Übertragung per Hand wegfallen. Mit den Daten wird auch der Zustand der Anlage überwacht, so dass Wartungen bedarfsorientiert statt wie bisher in festen Abständen erfolgen.

Stranggießanlagen gießen flüssigen Stahl in Brammen - einige Zentimeter dicke, meterlange Stahlplatten. Die Brammen werden in langen Bändern zwischen Rollen geführt. Sind diese nicht alle exakt in der Höhe ausgerichtet, erfahren sie unterschiedlich starken Druck von der Bramme und umgekehrt, was die Lager belastet und sich auf die Qualität der Brammen auswirkt.

Um das zu vermeiden, werden die Rollen regelmäßig ausgerichtet. Einzelne, mehrere Rollen umfassende Segmente des Strangführungsbands werden ausgebaut und vermessen. Ein mehrere Meter langes Eisenlineal wird dazu in einer bestimmten Höhe über die Rollen gehalten. Arbeiter messen für jede Rolle den Abstand zum Lineal und schreiben die Werte auf. Die Methode kostet viel Zeit, birgt Fehler bei der Dokumentation und wird in der Mitte des Segments ungenau, weil sich das lange Lineal durchbiegt.

Das neue Lasermesssystem Simetal Opal misst an allen Stellen gleich genau und ist sehr einfach zu handhaben. Es beruht auf einem rotierenden Laser, dessen Strahlen eine Referenzebene parallel zur Rollenoberseite aufspannen. Auf die Rollen montiert man senkrecht einen linearen Photodetektor.

Der Abstand zwischen Rolle und Referenzebene ergibt sich aus dem Detektorsegment, an dem das Laserlicht auftrifft. Arbeiter setzten den Detektor nacheinander auf jede Rolle und ihre Ausrichtung wird auf weniger als ein zehntel Millimeter genau bestimmt.

Simetal Opal ist Teil eines von Siemens entwickelten Zustandsüberwachungs-Konzepts für Stranggießanlagen. Es lässt sich in bestehende Anlagen integrieren und wird bereits in der Fertigung von Strangführungskomponenten am Siemens-Standort Shanghai eingesetzt. (IN 2013.02.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht 3D-Bilder von Krebszellen im Körper: Medizinphysiker aus Halle stellen neues Verfahren vor
16.05.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

nachricht Innovatives Verfahren zur umweltschonenden Gülleaufbereitung kommt auf den Markt
03.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics