Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Wassernetze für optimierte Versorgung

13.08.2013
Ein EU-Förderprojekt soll die Wasserversorgung von Städten verbessern.

Siemens untersucht mit mehreren Partnern neue Wege, um Verluste und den Energieverbrauch in Trinkwassernetzen zu reduzieren. Drahtlose Sensoren sollen Daten für Simulations- und Optimierungsmodelle liefern, die die Wasserssysteme in Echtzeit im Computer abbilden. Mit mathematischen Methoden soll dann der Betrieb optimiert werden.



Das Projekt ICeWater (ICT Solutions for efficient Water Resource Management) wird bis Herbst 2015 mit 2,9 Millionen Euro von der EU-Kommission gefördert. Beteiligt sind unter anderem Toshiba, Italdata, das Unesco-Institut IHE, das Institute of Communication and Computer Systems (ICCS) und die Betreiber der Wassernetze in Mailand (Italien) und Temeschwar (Rumänien).

Vielerorts wird heute Wasser verschwendet. Wasserverluste von 20-30 Prozent sind keine Seltenheit, auch in europäischen Metropolen. Ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren, das undichte Stellen schnell und zuverlässig erkennt und lokalisiert, könnte bedeutende Wassermengen einsparen. Selbst ohne Leckagen ist die Wasserversorgung aufgrund vieler Pumpen meist ein richtiger Energiefresser. Viel ließe sich sparen, würden die Pumpenfahrpläne optimal auf den Bedarf abgestimmt.

Solche Ideen werden in unseren heutigen Wassernetzen nicht umgesetzt. Es besteht oft keine ausreichende Vernetzung der Sensoren im Netz mit dem zentralen Steuerungssystem. Außerdem werden relevante Informationen - sofern überhaupt vorhanden - bisher zum Teil per Hand gesammelt und nur monatlich oder jährlich ausgewertet.

Bei ICeWater soll nun ein System zur Entscheidungsunterstützung (Decision Support System) entwickelt werden, das Planung und Betrieb des Wassernetzes optimiert. Erste Ansätze für ein solches Assistenzsystem finden sich bereits im SIWA Water Management System von Siemens. Die globale Siemens-Forschung Corporate Technology erarbeitet nun erweiterte Module für Leckagemanagement, Betriebs- und Planungsunterstützung sowie die Grundlagen für den Aufbau eines drahtlosen und energieeffizienten Kommunikationsnetzes.

Via Internet sollen batteriebetriebene Sensoren, die Wasserverbrauch, Pegel und Durchfluss messen, mit dem Leitsystem des Wasserbetreibers kommunizieren. Die Daten werden vom ICeWater-System gespeichert und den verschiedenen Modulen zur Verfügung gestellt. Die Simulationsmodelle aus SIWA, die das hydraulische Verhalten von Wassernetzen genau beschreiben können, werden im Projekt verwendet und auf die spezifischen Gegebenheiten in Mailand und Temeschwar angepasst. Diese Modelle helfen, Lecks zu identifizieren und zu lokalisieren, zudem werden neue Algorithmen den Energieverbrauch optimieren. (IN 2013.08.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften

Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie