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Forscher bauen Roboter mit 3D-Drucker

28.09.2011
Neuartiges Verfahren liefert perfekt passgenaue Bauteile

Wenn es um die Entwicklung und Herstellung von Robotertechnologie und ihren Bauteilen geht, ist ein gut durchdachtes und funktionales Design von entscheidender Bedeutung.


3D-Drucker: Für passgenaue Roboterteile (Foto: creativemachines.cornell.edu)

Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, haben findige Forscher des Creative Machines Lab der Cornell University im US-Bundesstaat New York nun ein neuartiges Produktionsverfahren vorgestellt, das einzelne Roboterteile wie künstliche Muskeln, Knochen, Batterien, Kabel und sogar Computer passgenau von einem 3D-Drucker "bauen" lässt.

"Unser Ziel ist es, Roboter in der theoretischen Simulation zu entwickeln und dann einfach 'Print' zu drücken, um das entsprechende Bauteil aus einem 3D-Drucker ausspucken zu lassen", zitiert NewScientist Jeffrey Clune, Leiter des sogenannten "HyperNEAT"-Projekts, das sich vor allem der Weiterentwicklung der neurowissenschaftlichen Robotertechnik verschrieben hat. Die Forschungsarbeit, die Clune und sein Team am Creative Machines Lab betreiben, gilt als revolutionär und soll letzten Endes dazu beitragen, eine vollkommen neue Art von kreativer künstlicher Intelligenz zu erschaffen, die sich in ihren Grundzügen stark am menschlichen Vorbild orientiert.

Noch in den Kinderschuhen

Um seine Vision der Zukunft des Roboterbaus Wirklichkeit werden zu lassen, hat Clune gemeinsam mit Kollegen die Webseite EndlessForms http://endlessforms.com ins Leben gerufen. Diese nutzt spezielle algorithmische Berechnungsmodelle, um bestehende Designkonzepte schrittweise anzupassen, sodass sie anschließend per 3D-Druckverfahren plastisch umgesetzt werden können.

Zum jetzigen Zeitpunkt steckt dieses Verfahren noch in den Kinderschuhen. Dennoch ist es Clune zufolge bereits mehrfach gelungen, verschiedene Einzelkomponenten für den Roboterbau wie etwa Kabel oder künstliche Muskeln auf diese Weise herzustellen. Die größte Herausforderung liegt derzeit noch darin, auch unterschiedliche Materialien mit verschiedenen Härtegraden produzieren zu können. "Am Ende soll sich alles ausdrucken lassen", so der Wissenschaftler.

Perfekt maßgeschneidert

Dass sich die rasant fortschreitende technologische Entwicklung im Bereich des 3D-Drucks für die Produktion von perfekt passgenauen Bauteilen sehr gut eignet, haben nicht nur die Computerwissenschaftler der Cornell University erkannt. Erst Anfang Juni dieses Jahres sorgte etwa das Modedesing-Labor Continuum Fashion mit der Ankündigung für Aufsehen, 3D-Drucker für die Herstellung von maßgeschneiderten Bikini-Modellen einzusetzen, die exakt an die Körperform der Trägerin angepasst sind (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20110609003 ).

Markus Steiner | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://creativemachines.cornell.edu

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