Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-gefördertes Projekt "Druckbare Si-Schichten für Photovoltaik und Elektronik" gestartet

24.01.2013
Das ZAE Bayern verbindet Nanotechnologie und Drucktechnik zu einem neuartigen, umweltschonenden Verfahren zur Herstellung von Solarzellen

PV gewinnt in den Zeiten der Energiewende zunehmend an Bedeutung. Voraussetzung für die künftige Nutzung der Solarenergie sind leistungsfähige und qualitativ hochwertige Solarzellen die mit modernen Massenfertigungstechnologien wie der Drucktechnik hergestellt werden können.

Ziel ist es, neue Verfahren unter Verwendung schadstofffreier Ausgangsstoffe und Lösungsmittel zu entwickeln. Dabei gilt es Nanotechnologie und Drucktechnik auf neuartige Weise miteinander zu kombinieren, zu optimieren und das Kosteneinsparungspotential aufzuzeigen.

Photovoltaik gewinnt in den Zeiten der Energiewende zunehmend an Bedeutung. Voraussetzung für die künftige Nutzung der ökologischen und ressourcenschonenden Solarenergie sind leistungsfähige und qualitativ hochwertige Solarzellen die mit modernen Massenfertigungstechnologien wie der Drucktechnik hergestellt werden können. Ziel des auf knapp drei Jahre angelegten Projektes des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung ist es, neue Verfahren unter Verwendung schadstofffreier Ausgangsstoffe und Lösungsmittel zu entwickeln. Dabei gilt es Nanotechnologie und Drucktechnik auf neuartige Weise miteinander zu kombinieren, unter umweltverträglichen Gesichtspunkten zu optimieren und das Kosteneinsparungspotential aufzuzeigen. Es wird auf die geringstmögliche Belastung bei der Herstellung, Verarbeitung, beim Einsatz und auch bei der Entsorgung und Rückgewinnung der verwendeten Materialien geachtet.

Das Hauptziel des vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit bewilligten Projektes ist die Entwicklung von druckbaren Silizium-Schichten aus Nanopartikeln. Hierzu werden Tinten entwickelt, die Silizium-Nanopartikel enthalten und die sich zur lösungsprozessierten beschichtungstechnischen Herstellung von Halbleiterschichten eignen. Die Umwelt wird durch die Vermeidung flüchtiger toxischer Lösungsmittel und die Senkung der Prozesstemperaturen geschont. Die erzeugten nanokristallinen Silizium-Schichten werden durch kurzzeitiges Sintern zu Aggregaten aus kleinen Kristallen verbunden. Die Verwendung der Drucktechnik in Kombination mit Nanotechnologie eröffnet zudem der Drucktechnologie neue Anwendungsfelder.

Das ZAE Bayern in Erlangen unter der Leitung von Professor Christoph Brabec besitzt umfangreiche Kenntnisse in der Entwicklung, Herstellung und Charakterisierung von Siliziumdünnschichtsolarzellen und organischen Solarzellen. Dieses Forschungsgebiet wurde in den vergangenen Jahren um das der gedruckten Photovoltaik erweitert.

Für das Programm Bayern 2007 – 2013 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ stehen EU-Mittel in Höhe von insgesamt 576 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden zwei strategische Ziele verfolgt: Erstens die Förderung der Schaffung gleichwertiger Lebens- und Arbeits-bedingungen und zweitens die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, des nachhaltigen Wachstums und der Beschäftigung, vorrangig in den Grenzland- und überwiegend strukturschwachen Regionen. Mit der Bereitstellung von Mitteln für das Projekt „Druckbare Silizium-Schichten für Photovoltaik und Elektronik“ trägt der EFRE dabei insbesondere zur Prioritätsachse 1 „Innovation und wissensbasierte Wirtschaft“ bei.

Institutsprofil:
Das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Würzburg. Zweck der Gründung ist die Förderung der Energieforschung sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung und der Beratung, Information und Dokumentation auf allen Gebieten, die für die Energieforschung bedeutsam sind. Der Verein unterhält ein wissenschaftliches Forschungsinstitut mit drei Abteilungen an den Standorten Würzburg, Erlangen und Garching, an welchen rund 180 Wissenschaftler, technische und Verwaltungsangestellte sowie Studenten tätig sind. Seit Gründung des ZAE Bayern im Jahr 1991 hat sich das Institut zu einer national und international anerkannten Forschungseinrichtung entwickelt.
Das Institut führt Forschungsvorhaben in den Bereichen grundlagen- und anwendungsorientierter Energieforschung durch. Übergeordnete Forschungsthemen sind Photovoltaik, Energiespeicher, Energieoptimierte Gebäude und Energieeffi-ziente Prozesse. Diese Gebiete werden durch die Querschnittsthemen Nanomaterialien, Thermophysik und –sensorik und Systemtechnische Modellierung gestützt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christoph J. Brabec , ZAE Bayern, Erlangen,
Tel.: 0 91 31 / 93 98 - 100, E-Mail: christoph.brabec@zae.uni-erlangen.de

Anja Matern-Lang, ZAE Bayern, Zentrale Verwaltung,
Tel.: 09 31 / 7 05 64 – 52, E-Mail: matern-lang@zae.uni-wuerzburg.de

Anja Matern-Lang | idw
Weitere Informationen:
http://www.zae-bayern.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht UV-Kugel macht Lackieren einfach und schnell
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Vorzüge von 3D-Druck und Spritzguss kombiniert
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics