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Die BTU entwickelt ein neues Verfahren zur Schwingungsanalyse

02.04.2012
Die Turbomaschinenindustrie unterstützt weiterführende Forschung

Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen ist es gelungen, eine Methodik zur effizienten und zuverlässigen Schwingungsanalyse von Radialturbinenrädern zu entwickeln, deren Anwendungsspektrum von PKWs bis hin zu Hochseeschiffsdieselturboladern reicht.

Auf der Grundlage numerischer Analysen können mögliche lebensdauerkritische Betriebszustände bereits in einer frühen Entwurfsphase neuer Laufräder erkannt und durch ein in dieser Phase noch kostengünstiges Re-Design korrigiert werden. Hierfür wird den beteiligten Firmen ein Leitfaden bereitgestellt. Die neuen Erkenntnisse werden somit, wie beispielsweise bei der MAN Turbo & Diesel SE geplant, vollständig in den Designprozess für Turbolader der nächsten Generation integriert. Hierbei unterstützt die BTU die Implementierung durch Beratungsleistungen vor Ort und profitiert von den daraus resultierenden bilateralen Kooperationen.

Die Entwicklung ist ein Ergebnis des Projektes „Mistuning und Dämpfung“ das 2009-2011mit einem Volumen von 128.000 Euro von namhaften Unternehmen wie Siemens, MAN Turbo & Diesel SE, der MTU Friedrichshafen GmbH, MTU AeroEngines, ABB Turbo Systems, Continental Mechanical Systems, der Voith GmbH, der Kompressorenbau Bannewitz GmbH und nicht zuletzt durch den langjährigen BTU-Partner Rolls-Royce Deutschland unter dem Dach der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e. V. initiiert wurde. Dabei konnte sich die BTU Cottbus im vorausgegangenen Evaluierungsprozess gegenüber anderen Technischen Universitäten als Forschungspartner durchsetzen.

Auf Grundlage der erfolgreichen Forschungsarbeit wird mit Unterstützung der beteiligten Unternehmen der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) bereits ab April 2012 das Nachfolgeprojekt „Mistuning und Dämpfung II“ mit einem Fördervolumen von rund 430.000 € starten. Somit erhält der Lehrstuhl Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen von Prof. Dr.-Ing. Arnold Kühhorn in den kommenden zwei Jahren die Gelegenheit, sich in der für Deutschland und Europa so bedeutenden Turbomaschinenindustrie weiter zu etablieren und das Renommee der BTU Cottbus überregional zu stärken. Hierfür setzt der Lehrstuhl vornehmlich auf wissenschaftliches Personal, welches an der BTU gezielt für die anstehende Aufgabe ausgebildet wurde.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Arnold Kühhorn, Lehrstuhl Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen, Tel. (0355) 69-481

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

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