Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biodiesel für Kosmetik & Co

14.12.2011
Vom Reststoff zum Wertstoff: Neues Verfahren zur optimierten Verwertung eines Nebenprodukts der Biodieselherstellung zum Patent eingereicht

Ein neues Verfahren ermöglicht bei der Herstellung von Biodiesel die Gewinnung eines hochwertigen Grundstoffs. Das jetzt zum Patent angemeldete Verfahren von ab&cd innovations e.U. erlaubt die kosteneffiziente Herstellung von Milchsäure aus Glycerin - einem wirtschaftlich wichtigen Nebenprodukt der Herstellung von Biodiesel mit weltweit steigender Nachfrage in der Kosmetik-, Pharma- und Biokunststoffindustrie.

Die effiziente Veredelung des Glycerins durch das neue Verfahren hebt dessen Wert um fast das Dreifache und erlaubt den Biodieselproduzenten den sinkenden Marktpreisen für Glycerin zu entkommen. Dank der Unterstützung von INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH bereitet ab&cd innovations nun bereits den Scale Up in den Industriemaßstab und die Lizenzierung des neuen Verfahrens an Biodieselproduzenten vor.

Der Markt für umweltfreundliche Treibstoffalternativen bleibt attraktiv und Biodiesel ist weiterhin populär. Ein Problem für die tiefere Marktdurchdringung bleibt jedoch die variierende Wirtschaftlichkeit der Produktion von Biodiesel. Diese kann aber durch den Verkauf von Nebenprodukten der Herstellung optimiert werden. Ein umfangreich anfallendes Nebenprodukt ist Glycerin, das in verschiedenen Industrien Anwendung findet. Das Dilemma der Produzenten von Biodiesel: Ihr Erfolg führt gleichzeitig zu einer Überproduktion von Glycerin. Nun sinken die Preise und damit die Rentabilität. Einen Ausweg würde die Veredelung des Glycerins zu höherwertigen Grundstoffen bieten - wenn dies kosteneffizient und in die Prozesse der Biodieselproduktion integrierbar wäre. Genau diesen "Königsweg" hat nun das Wiener Unternehmen ab&cd innovations e.U. entwickelt und bereitet mit Unterstützung des INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH den Markteintritt vor.

ERFOLG SAUER VERDIENT
Das neu entwickelte Verfahren ermöglicht es Milchsäure - einen hochwertigen Grundstoff der pharmazeutischen, kosmetischen und chemischen Industrie - kosteneffizient aus Glycerin herzustellen. DI Dr. Amitava Kundu, Gründer und CEO von ab&cd innovations, zu den Besonderheiten des Verfahrens: "90 Prozent der Weltproduktion von Milchsäure werden derzeit auf fermentativem Weg aus Nahrungsmitteln wie Mais, Weizen oder Zucker hergestellt. Unser Verfahren nutzt ein Nebenprodukt der Biodieselherstellung und ist ein rein synthetisches. So ist es uns gelungen, durch eine optimale Abstimmung von bestimmten Katalysatormetallen und Reaktionsbedingungen Milchsäure in hoher Reinheit bei gleichzeitig beträchtlicher Ausbeute von bis zu 80 Prozent zu gewinnen. Das minimiert den Einsatz von Energie, Platz und Ressourcen. Dies ist ein großer Vorteil für die Umwelt und spart darüber hinaus auch noch bares Geld." Tatsächlich erlaubt das jetzt zum Patent angemeldete Verfahren bei notwendigen Anlageninvestitionen eine Kostenreduktion um 75 Prozent im Vergleich zu fermentativ arbeitenden Produktionsanlagen. Dank des geringen Platzbedarfs der entsprechenden Anlagen lohnt sich die Integration in bestehende Anlagen zur Biodieselproduktion sogar sehr rasch.
PATENTLÖSUNG
Das wirtschaftlich und ökologisch attraktive Verfahren des österreichischen Jungunternehmens wurde nun mit Hilfe von INiTS zum Patent eingereicht. Damit ist der entscheidende Schritt in Richtung Markteintritt für das österreichische Start-up-Unternehmen erfolgt. Denn die Patenteinreichung bildet die Grundlage für die weitere Businessstrategie des Unternehmens: das Verfahren an interessierte Großunternehmen auszulizenzieren. Gemeinsam mit INiTS wurde diese Strategie erarbeitet und die dafür notwendige Patenteinreichung umgesetzt. DI Michael Rauhofer, Geschäftsführer von INiTS, dazu: "Eine Problemlösung zu entwickeln, die wie bei ab&cd innovations dem Markt optimal gerecht wird, ist eine Herausforderung. Diese Lösung auch noch Erfolg bringend zu vermarkten ist dann eine weitere Hürde auf dem Weg zum Geschäftserfolg. ab&cd innovations ist ein schönes Beispiel dafür, dass mit Unterstützung von INiTS nicht nur ein neues, vielversprechendes Start-up gegründet wurde, sondern durch intensive Beratung und Unterstützung klare Strategien erarbeitet und damit rasche wirtschaftliche Erfolge in Aussicht gestellt werden können."

Amitava Kundu ergänzt: "Wir sehen unser Unternehmen nun für einen Markteintritt im wachsenden Biodieselmarkt in Europa gut gerüstet - und auch Asien wird von uns bereits angezielt. Hier legen wir den Fokus auf die Palmölindustrie, die ähnliche Herausforderungen wie die Biodieselindustrie zu bewältigen hat und dennoch eine Diversifizierung ermöglicht. Mit INiTS an unserer Seite haben wir einen guten Partner, um diese Ziele zu verwirklichen."

Über ab&cd innovations (Stand Dezember 2011):
ab&cd innovations bietet seit 2011 die Entwicklung von Methoden zur Gewinnung von Chemikalien und Wertstoffen aus industriellen Reststoffen und Nebenprodukten an. Kürzlich hat das Unternehmen ein spezielles Verfahren entwickelt, welches besonders für den Einsatz in Biodiesel-Produktionsanlagen geeignet ist. Dieses wurde nun zum Patent angemeldet. Es ermöglicht Biodieselproduzenten ihr Hauptabfallprodukt Glycerin umweltfreundlich, ressourcenschonend und effizient in hochwertige Milchsäure zu konvertieren. Seit Juli 2011 wird das Unternehmen vom Universitären Gründerservice INiTS unterstützt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien. (www.ABandCD.com)
Über INiTS (Stand Dezember 2011):
INiTS berät und unterstützt seit dem Jahr 2002 JungunternehmerInnen mit innovativen Ideen und bietet über 18 Monate lang persönliche und individuelle Betreuung. Das Service richtet sich an AbsolventInnen, MitarbeiterInnen und StudentInnen der Wiener Universitäten und Fachhochschulen, die durch eine Unternehmensgründung ihre Geschäftsidee verwerten möchten. INiTS fördert Innovationen aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Life Science und anderen Forschungsbereichen. Die INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH - das Wiener Zentrum des AplusB-Programms (Academia plus Business) des Infrastrukturministeriums (BMVIT) - ist eine Gesellschaft der Technologieagentur der Stadt Wien (ZIT), der Universität Wien und der TU Wien. (www.inits.at)
Kontakt ab&cd innovations:
DI Dr. Amitava Kundu
CEO
ab&cd innovations e.U.
Währinger Straße 42
1180 Wien
T +43 / (0)650 / 511 61 17
E office@ABandCD.com
W http://www.ABandCD.com
Kontakt INiTS:
Mag. Eva Krizsanits
Marketing & PR
INiTS Universitäres Gründerservice
Graumanngasse 7, Stiege B / 5. Stock
1150 Wien
T +43 / (0)1 / 715 72 67 - 21
E eva.krizsanits@inits.at
W http://www.inits.at
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung Mariannengasse 8
1090 Wien
T +43 / (0)1 / 505 70 44
E contact@prd.at
W http://www.prd.at

Judith Sandberger | PR&D
Weitere Informationen:
http://www.inits.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Smarte Rollstühle, vorausschauende Prothesen
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuem Onlineauftritt - Lösungskompetenz für alle IT-Szenarien

16.01.2018 | Unternehmensmeldung

Die „dunkle“ Seite der Spin-Physik

16.01.2018 | Physik Astronomie

Wetteranomalien verstärken Meereisschwund

16.01.2018 | Geowissenschaften